Regensburg Video-Botschaft: Joachim Wolbergs geht in die Offensive

Will sich in Zukunft stärker in der Öffentlichkeit zur Wehr setzen: Joachim Wolbergs (SPD). Foto: Peter Kneffel

Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat am Freitagnachmittag eine weitere Video-Botschaft auf Facebook veröffentlicht. Darin kündigt er an, sich in Zukunft stärker öffentlich zu wehren - und bietet Bürgern gleichzeitig die Möglichkeit für eine Gesprächsrunde an. 

Wie schon in seiner letzten Videobotschaft vom 11. Januar bezeichnete Wolbergs die Vorwürfe gegen ihn erneut als "infam und falsch". Sie seien "besonders geeignet, mich in der Öffentlichkeit zu diskreditieren und mir das Letzte zu nehmen, was mir geblieben ist: Meine Ehre", so Wolbergs. Für ihn sei deswegen "jetzt ein Wendepunkt eingetreten." In Zukunft will Wolbergs sich in der Öffentlichkeit stärker gegen die Vorwürfe gegen ihn zur Wehr setzen.

Insbesondere zwei Maßnahmen kündigte er an: So wolle er ab kommender Woche jeden Freitag eine Video-Botschaft auf seiner Facebook-Seite veröffentlichen, in der er sich zu den erhobenen Vorwürfen äußert und den Prozessverlauf sowie die Ermittlungen aus seiner Sicht schildert. Zudem wolle er auch gezielt das Gespräch mit den Bürgern der Stadt Regensburg suchen. "Ich bin bereit, überall zu reden, wo man mich lässt", so Wolbergs. Das könne eine Veranstaltung, aber auch eine private Gesprächsrunde sein. Wolbergs bat interessierte Bürger, ihn unter seiner E-Mail-Adresse joachim.wolbergs@icloud.com zu kontaktieren. 

Hier können Sie sich das Video in voller Länge ansehen:

"Ich will sie dabei nicht von meiner Unschuld überzeugen - das steht mir nicht zu. Dafür sind in Deutschland - zum Glück - Gerichte zuständig", so Wolbergs. Aber er wolle die Vorwürfe, die das Bild eines "korrupten Politikers" zeigten, nicht länger widerstandslos hinnehmen. "Sie können mich alles fragen", betonte er dabei - nur zu Themen, über die noch im Verfahren verhandelt wird, könne er sich nicht äußern. In seinem Schlusswort bekräftigte der suspendierte OB zudem einmal mehr, nach dem Prozess in das Amt zurückkehren zu wollen. "Sie können sich darauf verlassen, dass ich noch viele Ideen für die Stadt habe", so Wolbergs. 

Für den 8. Februar ist bereits eine erste Gesprächsrunde in der Buchhandlung Dombrowsky angekündigt. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eintritt ist frei. 

 
 
 

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