Regensburg Tag eins im "Haus der Bayerischen Geschichte"

Das Kulturkabinett „Bayern regional“ ist allen bayerischen Orten gewidmet. Die Heimat jedes Einwohners des Freistaats ist in Bildern und Zahlen präsent. In einer aufwendigen Medienstation kann der Museumsbesucher mit Hilfe der Augmented-Reality-Technologie seine Heimat neu erleben. Wachsen soll dieser Bestand an Daten über die Kooperation mit Schulklassen. Foto: Haus der Bayerischen Geschichte

Tag 1 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg: Rund 3.500 Besucherinnen und Besucher waren auf Entdeckertour im neuen Museum - darunter zwei prominente Straubingerinnen.

Um 9 Uhr öffnete das Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte am Donaumarkt in Regensburg seine Pforten, um 11 Uhr bereits wurden die ersten 600 Besucherinnen und Besucher gezählt. Sie ließen sich vom Oktoberfestlöwen im 17 Meter hohen Foyer empfangen, schauten das 360-Grad-Panorama mit BR-Moderator Christoph Süß an und fuhren mit der Rolltreppe hinauf in die Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn besonders macht“. Mit kämpfenden Soldaten und wiehernden Pferden im Ohr beginnt die Zeitreise im Obergeschoß mit den napoleonischen Kriegen um 1800 und der Entstehung des Königreichs Bayern 1806.

Entdeckertour im Museum – auch für Erwachsene ein Vergnügen

Eigentlich für Kinder gedacht, für Männer das größte Vergnügen: einmal Kini sein und auf die Verfassung schwören. So ließen sich Gerhard Schäffler aus Regensburg und Siegfried Würfel aus München an einer Mitmachstation zum König verwandeln. Schäffler freut sich als Regensburger schon lange auf das neue Museum: „Ich werde es meiner Familie und meinen Freunden weiterempfehlen und sicher selbst mit einigen Gruppen immer wieder herkommen. Das Haus hat mich heute sehr überzeugt.“ Siegfried Würfel war eigens wegen des neuen Museums mit einem Freund aus München angereist: „Hier gibt es nicht nur trockene Themen zum Ablesen, es ist toll, dass man als Besucher richtig integriert wird.“

Integrieren ließen sich auch Hannelore Paukner und Heidi Ingerl aus Straubing. Sie waren fasziniert von der Medienstation zur Verfassung von 1919, in der man spielerisch erleben kann, was sich im Vergleich zur Verfassung 1818 verändert hat. Den beiden ging es dabei um einen Wissensvorsprung: „Wir wollen das alles schon können, wenn wir im Juli mit unseren Familien wieder herkommen. Da wollen wir mit unserer digitalen Kenntnis an den Stationen hier glänzen.“

Auf Entdeckertour waren viele Besucherinnen und Besucher auch ein paar Meter weiter in der Dauerausstellung: so war heute der Plenarsaal des Landtags immer gut mit „Abgeordneten“ gefüllt und auch das Goggomobil war beständig auf seiner Reise in den 1950er-Jahren über den Brenner.

3.500 Besucherinnen und Besucher – und das neue Haus platzt nicht aus seinen Nähten. Die Bewährungsprobe an Tag Nummer 1 hat gezeigt, dass sich aufgrund der Weitläufigkeit und der guten Durchorganisation des Hauses die Besucherströme gut verteilen und jeder auf seinen persönlichen Museumsgenuss kommt.

Eintritt frei bis 30. Juni 2019

Den ganzen Juni über ist der Eintritt in das neue Museum in Regensburg frei. Danach kostet der Eintritt in die Dauerausstellung für Erwachsene 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie für Studenten bis 30 Jahre ist der Eintritt generell frei.

Lesen Sie zum Thema auch: Wie die Gäste des Hauses der Bayerischen Geschichte die neue Errungenschaft beurteilen auf idowa.plus.

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