Regensburg Schülerfilm "Shoah" gegen das Vergessen

Projektbetreuerin Doreth Rothmüller (li.) Schulleiter Rainer Lacler (3. v. l.) und Schulrätin Birgit Sandmann (2. v. r.) mit Nicola Rubino, Louis Köppl, Jana Schubmann, Semantha Schulz, Christoph Seebauer und Ryan Streit von der Shoah Arbeitsgemeinschaft. Nicht anwesend sind Yunus Neff und Shaline Wangui. Foto: Scheubeck

Stolz sind sie und das können sie zu Recht sein: Die Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Shoah" der Willi-Ulfig-Mittelschule, die mit ihrem Filmprojekt über das jüdische Ehepaar Schottig bundesweit den dritten Platz im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten der Körber-Stiftung errangen. Die Schüler der achten bis zehnten Jahrgangsstufe filmten selbst, führten Regie, erstellten Texte, lasen, sangen und vertonten den Film. Projektbegleitende Lehrkraft war Doreth Rothmüller. In der Stadt gibt es für das Ehepaar Schottig zwei Stolpersteine.

Der Ursprung des Erfolgsprojektes lag in der freiwilligen AG Shoah, die sich schon im vergangenen Schuljahr zusammenfand und die damals für ihre Recherche als Landessieger geehrt wurde. Die Schüler trafen sich im Unterricht und mehrmals in der Woche. Es wurden Zeitzeugen befragt, in den Archiven Stadtamhof und Amberg nach Dokumenten gefahndet, die das Leben der Schottigs dokumentierten. Filmaufnahmen wurden in der Gedenkstätte des KZ Ravensbrück gemacht, wo Frieda Schottig von 1942 bis 1945 inhaftiert war. In diesem Schuljahr wurde der Film um das Leben von Max Schottig ergänzt. "Ihr könnt stolz auf eure Leistung sein", sagte die Schulrätin Birgit Sandmann zu den Schülern. "Ihr habt im Projekt lebenspraktische Erfahrungen gesammelt", betonte sie und sie lobte die Willi-Ulfig-Mittelschule für die politische Bildung und die Demokratieerziehung an der Schule. Das Thema sei einerseits schwer zu begreifen und rufe anderseits dazu auf, nicht vergessen zu werden. "Das Erforschen der Geschichte im eigenen Lebensumfeld ist bedeutsam, weil sich die Schüler dadurch in die Schicksale von damals einfühlen können", betonte sie. Die Beschäftigung mit dem Thema öffne Augen und Ohren für Geschichte in Regensburg, betonte die Schulrätin, um mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und vielleicht auch einmal eine vorgefasste Meinung durch eine sachlich richtige Diskussion gerade zu rücken. "Bleibt tolerant allem Neuen und Fremden gegenüber und informiert euch vorher, bevor ihr ein Urteil fällt", riet die Schulrätin den Schülern.

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