Regensburg "Nur empfehlenswert": Joshua Mees und seine Leihe zum SSV Jahn

Hat persönlich und mannschaftlich eine erfolgreiche Saison hinter sich: Joshua Mees. Foto: Sascha Janne

Joshua Mees hat sich während seiner einjährigen Leihe voll auf den SSV Jahn Regensburg eingelassen. Einen Verbleib kann er sich vorstellen, seine Zukunft ist aber noch offen.

22 Einsätze, sechs Tore und drei Vorlagen – das sind die Werte von Joshua Mees in der abgelaufenen Saison beim SSV Jahn Regensburg. Für die Leihgabe des Bundesligisten TSV 1899 Hoffenheim war es ein erfolgreiches Jahr - sein erstes, in dem er im höherklassigen Herrenfußball gespielt hat. Mees, der zuvor schon für die zweiten Mannschaften von Hoffenheim und Freiburg in der Regionalliga zum Einsatz gekommen war und im Kader stand, als Freiburg 2016 Zweitliga-Meister geworden ist, hat sich beim Jahn zu einem Zweitliga-Stammspieler entwickelt.

"Außer als ich verletzt war, habe ich eigentlich immer gespielt. Wenn mir das vor der Saison jemand gesagt hätte, dann hätte ich das genau so unterschrieben", blickt Mees auf eine persönlich erfolgreiche Saison zurück. Aber auch mit dem Team – am Ende stand Platz fünf für die Jahnelf – war das Jahr außerordentlich gut: "Es war einfach eine tolle Saison. Wie immer, gab es Höhen und Tiefen – aber dass wir die Saison als Aufsteiger letztlich so gemeistert haben, ist einfach super." Zusammen mit einigen Teamkollegen ging es für Mees nach den offiziellen Feierlichkeiten des Vereins noch für ein paar Tage nach Mallorca. "Diese Saison wurde definitiv gebührend gefeiert", so Mees mit einem Schmunzeln.

Wie gewünscht gelaufen

Der 22-Jährige nimmt aus dem vergangenen Jahr viel mit. "Ich habe mich eigentlich überall weiterentwickelt – taktisch, physisch und mental. Genau das war mein Ziel und das Jahr ist so gelaufen, wie ich es mir vorher gewünscht hatte", sagt der Offensivspieler. Er habe sich natürlich fußballerisch entwickelt, vor allem aber auch menschlich einiges gelernt: "Christian Keller und Achim Beierlorzer leben die Werte vor, für die der Jahn stehen will. Da kann man als Spieler einiges mitnehmen."

Der Jahn hat sich in den vergangenen beiden Jahren einen sehr guten Namen in puncto Leihspieler gemacht. Das Vorzeigebeispiel aus der vergangenen Saison ist Erik Thommy, der inzwischen beim VfB Stuttgart die Bundesliga aufmischt. In dieser Saison hatten die Oberpfälzer gleich fünf Leihspieler. André Weis und Sebastian Stolze konnte der Verein weiter an sich binden, die Zukunft von Benedikt Gimber, Asger Sörensen und eben Mees ist noch offen.

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Beim Jahn macht man kein Geheimnis daraus, dass man auch diese drei gerne weiter in Regensburg halten würde. "Wir alle würden uns wünschen, dass Ihr die Geschenke in ein paar Wochen zurückgebt, weil wir Euch wieder hier begrüßen dürfen", sagte Geschäftsführer Christian Keller bei der vorläufigen Verabschiedung und lobte die Leispieler für ihr Engagement: "Ihr habt die Vereinbarung, die wir vor der Saison miteinander geschlossen haben, absolut erfüllt, weil Ihr Euch vom ersten Tag an zu 100 Prozent mit dem Jahn identifiziert und in jedem Spiel und jedem Training alles für den SSV Jahn gegeben habt." Die Entscheidung, wie es weiter geht, liegt allerdings nicht beim Jahn, sondern bei den Spielern und bei den Stammvereinen. Das ist im Falle von Gimber und Mees 1899 Hoffenheim und bei Sörensen RB Salzburg.

Mees' Zukunft ist offen

Hoffenheims Manager Alexander Rosen sagte in Bezug auf die Leihspieler zuletzt gegenüber dem "kicker": "Wir haben da durchaus welche, die eine gute Entwicklung genommen haben, wenn ich an die Regensburger Mees und Gimber denke. (...) Die werden wir bewerten anhand unserer Kaderplanung. Welche Rolle könnten sie einnehmen? Als Herausforderer? Vielleicht werden welche mit in die Vorbereitung starten und man trifft dann eine Entscheidung."

Bislang wurden noch keine Gespräche mit Hoffenheim geführt, er könne sich eine Zukunft in Regensburg aber "auf jeden Fall vorstellen", sagt Mees. "Es ist für mich persönlich und fürs Team gut gelaufen, da muss man nicht zwingend etwas ändern." Er wolle aber zunächst die Gespräche mit Hoffenheim abwarten. Den Jahn hat Mees in diesem Jahr schätzen gelernt. "Das ist wirklich ein Wahnsinnsverein, in dem eine sehr familiäre Atmosphäre herrscht. Der Verein liegt den Menschen, die für ihn arbeiten, am Herzen und alle sind mit vollem Einsatz dabei", so Mees. Das Fazit seiner Leihe fällt absolut positiv aus: "Eine Leihe beim Jahn ist nur empfehlenswert."

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