Die jährliche Grippewelle hält Regensburg derzeit fest im Griff. Insbesondere die Notaufnahmen der Kliniken spüren die Mehrbelastung deutlich. Sie bitten Grippeerkrankte deswegen, zuerst ihren Hausarzt aufzusuchen. 

Das teilten das Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg sowie die Klinik St. Hedwig, das Universitätsklinikum und das Caritas Krankenhaus St. Josef mit. Patienten mit einer Grippeerkrankung sollten demnach nicht zwingend in die Notaufnahme gehen, sondern die Krankheit besser zu Hause auskurieren. Bei einer Verschlimmerung raten die Krankenhäuser, den Hausarzt aufzusuchen. Hintergrund des Appells: Mit mehr als 200 stationären Fällen hat die Zahl der Grippepatienten in den Krankenhäusern einen Höchststand erreicht. Allerdings ist eine Abklärung der Grippe-Infektion in einer Notaufnahme in der Regel nicht notwendig. Die vielen Grippepatienten führen vielmehr zu einer großen Mehrbelastung der Krankenhäuser und begünstigen zudem eine weitere Ausbreitung der Krankheit. Durch den Gang zum Hausarzt würden die Krankenhäuser spürbar entlastet. 

Gleichzeitig versuchen die Krankenhäuser ihrerseits ihr Möglichstes, um ihre Mitarbeiter und Patienten vor dem Virus zu schützen. Alle Kliniken haben eine strikte Mundschutzpflicht in besonders betroffenen Bereichen eingeführt. Die Vorsichtsmaßnahmen zeigen auch bereits Erfolg: Im Vergleich zu den Vorjahren sind deutlich weniger Mitarbeiter erkrankt und auch die Ausbreitung der Virus innerhalb der Krankenhäuser konnte deutlich gesenkt werden.