Regensburg/Elsendorf Autobahndirektion zieht die Notbremse auf der A93

Bis halb vier morgens waren die Einsatzkräfte in der Nacht auf Mittwoch mit den Bergungsarbeiten auf der A93 bei Hausen beschäftigt. Betonbrocken auf der Fahrbahn hatten dort mehrere Autos beschädigt und Unfälle verursacht. Jetzt reagiert die Autobahndirektion Südbayern. Foto: Franz Doblinger/ FF Langquaid

Nach dem schweren Unfall am Mittwoch auf der A93 bei Hausen (Kreis Kelheim) herrscht auf der Autobahn Alarmstufe Rot. Denn der Unfall wurde durch herausgebrochene Betonbrocken verursacht, die auf der Fahrbahn lagen.

Der erste Unfall hatte sich am Mittwoch kurz nach 22 Uhr auf der A93 bei Hausen in Richtung München ereignet. Dabei erwischte es zunächst drei Fahrzeuge, als sie über Betonbrocken auf der Fahrbahn fuhren. Im Zuge der Unfallaufnahme dann der deutlich schlimmere Crash. Ein polnischer Kleintransporter krachte kurz nach Mitternacht ungebremst in einen Sicherungsanhänger der Autobahnmeisterei.

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Doch was hatte es mit den rätselhaften Betonbrocken auf sich? Die Autobahndirektion Südbayern hat nachgeforscht und eine Antwort auf diese Frage gefunden. "Wie die nachfolgende Überprüfung ergeben hat, handelte es sich bei diesen Brocken um Teile einer Reparaturstelle aus Epoxidharzmörtel, die offensichtlich kurz vor dem Unfall ausgebrochen sind", berichtet ein Sprecher der Autobahndirektion. Die hier angewendete Art der Reparatur entspräche dem Stand der Technik und sei in den einschlägigen Vorschriften geregelt. Die Reparatur sei bereits vor einigen Jahren von einer Fachfirma durchgeführt worden. "Bei den regelmäßig durchgeführten Kontrollfahrten waren keine Anzeichen für einen entsprechenden Schaden festgestellt worden", heißt es von Seiten der Autobahndirektion Südbayern weiter. 

Da in den vergangenen Jahren identische Reparaturen in dem rund 40 Kilometer langen Streckenabschnitt der A93 zwischen den Anschlussstellen Regensburg-Süd und Elsendorf durchgeführt wurden und ähnliche Schäden nicht ausgeschlossen werden können, zieht die Autobahndirektion Südbayern jetzt die Notbremse. Das bedeutet konkret, dass bis zum Abschluss eingehender Untersuchungen in dem genannten Streckenabschnitt ab sofort eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h angeordnet wurde. Gleichzeitig werden verstärkte Kontrollfahrten durchgeführt, um weitere Schäden möglichst frühzeitig zu erkennen.

 
 

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