Regensburg Demos am Domplatz - das Fazit der Polizei

Am Samstagmittag trafen in der Regensburger Innenstadt zwei Demonstrationen aufeinander. (Symbolbild) Foto: dpa

Am Samstagmittag trafen am Domplatz in Regensburg zwei Demonstrationen aufeinander. Jetzt hat die Regensburger Polizei ihr Fazit über das Einsatzgeschehen im Umfeld der Demonstrationen gezogen.

Hintergrund war, dass der "Bus der Meinungsfreiheit", bekannt unter dem Namen "Demo für alle", auf seiner Deutschlandtour an der Südseite des Regensburger Doms ab 13 Uhr Station gemacht hatte. Die Aktion, die insgesamt acht Städte in ganz Deutschland besuchen will, setzt sich für den besonderen Schutz von Ehe und Familie ein und wendet sich laut eigenen Aussagen gegen "schamverletzende Sexualaufklärung in Schulen und Kindergärten" und Gender-Ideologie.

Bei den bisherigen Auftritten des "Busses der Meinungsfreiheit" war es zu teils heftigen Protesten gekommen. Die Polizei war auf Zusammenstöße eingerichtet. Die Kundgebungen verliefen laut Polizeiangaben weitestgehend friedlich.

Die Kundgebung des Vereins Ehe-Familie-Leben e.V. hatte etwa 50 Teilnehmer, heißt es im Abschlussbericht. Die weiteren Versammlungen, die aus polizeilicher Sicht als Gegendemonstrationen zu werten waren, hatten in der Spitze etwa 400 Teilnehmer.

Zur Durchführung der Versammlungen musste der Domplatz gesperrt werden. Diese waren gegen 17 Uhr beendet und der Verkehr konnte wieder freigegeben werden. Während der Versammlungen kam es zu keinen größeren Ordnungsstörungen.

Ein Ermittlungsverfahren leitete die Polizei dennoch ein, da ein Versammlungsteilnehmer beim Verlassen der Versammlung von mehreren Personen bedrängt wurde.

Der Gegendemo hatten sich unter anderem Mitglieder der "Regensburger Schülervereinigung" (RSV) angeschlossen. Die RSV wollte sich nach eigener Aussage für einen vielfältigen Aufklärungsunterricht einsetzen: "Die Zeit des Erwachsenwerdens ist der Zeitraum, in dem sich die meisten Menschen Gedanken zu sich selber machen. Schule ist hierbei kein unbeteiligter Ort.", heißt es in einer im Vorfeld veröffentlichten Stellungnahme.

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