Regensburg Beim zweiten Religionsgespräch gab es Einigkeit und Kontroverse

Der Platz des Kaisers unter dem Baldachin blieb frei: Die beiden katholischen Theologen Karl-Heinz Menke und Wolfgang Klausnitzer (1. und 2. v. l.) diskutierten mit den protestantischen Vertretern, Christine Axt-Piscalar und Martin Hailer (1. und 2. v. r.), über das Kreuz und die Eucharistie. Foto: Blaimer

Es war gut inszeniert, das zweite Regensburger Religionsgespräch. Jeweils zwei katholische und zwei evangelische Theologen diskutierten im Historischen Reichssaal über die Bedeutung des Kreuzes und die Eucharistie.

Im Publikum saßen als kritische Zuhörer in der ersten Reihe Bischof Voderholzer und Bischof Weiss. Außerdem Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Kulturreferent Klemens Unger. Von der weltlichen Obrigkeit - damals nicht von der Bürgermeisterin, sondern von Kaiser Karl V. - wurde 1541 zum Religionsgespräch geladen, um eine drohende Kirchenspaltung zu verhindern. Dazu holte Karl V. die damals führenden Theologen der beiden Konfessionen nach Regensburg, darunter berühmte Namen wie Johannes Calvin und Philipp Melanchthon auf evangelischer Seite. Auf katholischer Seite, etwas weniger bekannt, Johannes Eck und Johannes Gropper. Der Kaiser ließ es sich damals auch nicht nehmen, selbst anwesend zu sein, wohl, weil er auch Einfluss auf den Verlauf nehmen wollte. Am Ende scheiterten die Bemühungen jedoch und Regensburg wurde ein Jahr später evangelisch. Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum wurde das Religionsgespräch auf Initiative der Kirchen wieder aufgenommen und in diesem Jahr nun im Rahmen des Jahresthemas der Stadt "Stadt und Gesellschaft" fortgeführt.

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