Forstministerin Michaela Kaniber kommt am Donnerstagvormittag persönlich zur Eröffnung des "Hauses auf Stelzen". Ein Projekt der Bayerischen Staatsforsten, ein Haus, das weitestgehend aus Holz gebaut ist. Der Parkplatz der Staatsforsten sollte nachverdichtet werden, das war die Idee des Vorstandsvorsitzenden Martin Neumeyer. So entstand der Stelzenbau, unter dem sich die Tiefgarage für die 100 Mitarbeiter befindet, die in dem Gebäude mit 33 Wohnungen auf 900 Quadratmetern wohnen können. Zwei Etagen sind an Mitarbeiter des benachbarten Krankenhauses vermietet.

Die Fassade ist mit verkohltem Holz verkleidet. Das ist eine über 1.000-jährige japanische Tradition. Das Holz wird der offenen Flamme bei ungefähr 1.200 Grad Celsius ausgesetzt und damit widerstandsfähig gegen Sonne, Wassser, Wind, Pilze und Moose gemacht. Durch die Verbrennung erhält es eine schuppige Struktur und samtige schwarze frabe. Yakisugi nennt sich die Methode. Auf chemischen Holzschutz kann komplett verzichtet werden. 760 Quadratmeter Fichtenholz wurden für das Haus auf Stelzen verkohlt.