Regensburg Baugenehmigung für Moschee mit Minarett im Osten

Ein Minarett zur Zierde ist für das neue Kulturzentrum geplant. (Symbolbild) Foto: dpa

Im Osten der Stadt Regensburg am Odessa Ring, unweit des Gewerbegebiets am Hafen soll in den kommenden Monaten ein Stück muslimische Kultur in die Höhe wachsen: eine Moschee mit einem 21 Meter hohen Minarett. Das Bauprojekt steht unter der Trägerschaft der türkisch-islamischen Gemeinde der Stadt.

Am Dienstagnachmittag findet eine Sitzung des Bauausschusses der Stadt Regensburg statt. Einer der Tagesordnungspunkte: der Bau eines islamischen Kulturzentrums, mit Gebetsraum und Minarett.

Bei dem Tagesordnungspunkt sollen lediglich die Mitglieder des Bauausschusses über den Stand des Projektes informiert werden. Das erfolge in regelmäßigen Abständen für die geplanten Bauvorhaben im Stadtgebiet, erklärt Pressesprecherin Juliane von Roenne-Styra auf Anfrage von idowa.

Die Freigabe für das Projekt war bereits im Dezember 2017 erteilt worden. Der Bauplan wurde im Vorfeld vom Bauamt der Stadt geprüft, Beanstandungen gab es keine. "Auschlaggebend dafür waren Dinge wie die Statik des Gebäudes, der Abstand zu den Nachbargebäuden oder die Anzahl der Auto-Stellplätze. Und unter diesen Gesichtspunkten war alles in Ordnung", sagt Roenne-Styra.

Wer beim Stichwort "Minarett" an Muezinrufe denkt, die fünfmal täglich unüberhörbar zum Gebet aufrufen, der hat in Bezug auf das Regensburger Bauvorhaben das falsche Bild vor Augen. "So etwas hat der Architekt der Moschee nicht vorgesehen", sagt die Pressesprecherin. "Es handelt sich nicht um ein Minarett, das man besteigen könnte". Auch Lautsprecher oder ähnliches werde es auf dem Turm nicht geben. Das bauliche Detail fungiert so gesehen als Ausschmückung.

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