Regensburg/Bamberg Crystal-Kerzen übers Darknet - Händler festgenommen

Crystal (Symbolbild) Foto: Zoll

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat Haftbefehl gegen zwei mutmaßliche Drogenhändler aus dem Raum Regensburg und Kelheim erwirkt. Die Drogen sollen auf einem Handelsplatz im Darknet bestellt worden sein.

Bereits am vergangenen Wochenende konnten die Staatsanwälte und Ermittler des Bundeskriminalamtes zwei Männer aus dem Raum Regensburg festnehmen. Laut Pressemitteilung der Polizei sollen sie sich über das Darknet mit großen Mengen Methamphetamin, sogenanntes Crystal Meth, eingedeckt haben, um dieses dann weiter zu verkaufen.

Der 25-Jährige aus dem Landkreis Regensburg und der 33-Jährige aus dem Landkreis Kelheim sollen 600 Gramm der Droge in insgesamt drei Fällen auf einem Darknet-Handelsplatz im Ausland bestellt haben. Die Betäubungsmittel waren zumindest in einem Fall in Kerzen eingehüllt und bei der Versendung als „Sojawachs und Kerzen“ deklariert. Sie sollen vorgehabt haben, im Erfolgsfall ein weiteres Kilogramm bei dem Verkäufer zu ordern.

In Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden konnte ein präpariertes Paket mit der mutmaßlichen Betäubungsmittellieferung auf den Weg gebracht werden. Der 33-jährige Niederbayer wurde noch bei der Öffnung des Pakets durch Spezialkräfte des BKA festgenommen, der 25-jährige Oberpfälzer am Folgetag durch Beamte der KPI Regensburg.

Im Zuge weiterer Ermittlungen wurden am Arbeitsplatz der beiden Beschuldigten knapp 200 Gramm Crystal sichergestellt. Beide Beschuldigten wurden dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg vorgeführt, der jeweils auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr erließ. Die Beschuldigten befinden sich seitdem in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten. Für ihre Vergehen sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren bis zu 15 Jahren vor.

 
 

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