Regen Das GUTi soll noch besser werden

Vertreter aus den 23 GUTi-Gemeinden in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau wollen gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und den beiden Landräten Rita Röhrl (vo.3.v.li.) und Sebastian Gruber (dahinter) und deren Mitarbeitern das GUTi weiter voranbringen. Foto: Weinberger/Landkreis

Seit fast zehn Jahren arbeiten Kommunen, Touristiker sowie die Verkehrsunternehmen und ÖPNV-Abteilungen der Landkreise Freyung-Grafenau und Regen im Projekt GUTi eng zusammen.

GUTi, das Gästeservice Umwelt-Ticket, gilt als Vorzeigeprojekt im bayerischen Tourismus und wird von den beiden Landkreisen koordiniert.

Nach dem Wechsel der Zuständigkeit zum Landkreis Regen fand kürzlich eine Sitzung mit allen Beteiligten im Technologieanwenderzentrum in Spiegelau statt.

Zur Sitzung konnten Landrätin Rita Röhrl (Regen) und Landrat Sebastian Gruber (Freyung-Grafenau) eine Vielzahl von Beteiligten aus Kommunen und Tarifgemeinschaft begrüßen. Sie wiesen auf die Bedeutung von GUTi, sowohl für ein nachhaltiges touristisches Angebot als auch für die Stärkung des regionalen Bus- und Bahnangebotes hin. "Wir haben mit GUTi ein Vorzeigeprojekt, um das uns viele Regionen beneiden," betonte Landrätin Rita Röhrl die Wichtigkeit einer funktionierenden Koordinierungsstelle. Um einen schnellen und reibungslosen Projektfortgang zu gewährleisten, sichert sie deshalb die Mitarbeit der erfahrenen "GUTi-Entwicklerin" Christina Wibmer zu. Die Kosten für die Koordinierungsstelle tragen die beiden Landkreise auch weiterhin je zur Hälfte.

Wie funktioniert GUTi und was sind die Vorteile für die Region? Auf diese Fragen ging Wibmer bei ihrem Kurzrückblick zum Projekt ein. "Nüchtern betrachtet ist GUTi eine Fahrkarte für ein bestehendes Verkehrsangebot in der Region," stellte sie fest.

Durch einen solidarischen Umlagebeitrag, der über die Übernachtungszahlen der beteiligten Gemeinden ermittelt wird, bekommen Urlaubsgäste ein gratis Bayerwald-Ticket für jeden Tag ihres Urlaubsaufenthaltes.

Aus ÖPNV-Sicht sei es besonders wichtig, "dass durch die Urlauber die Fahrgastnachfrage erheblich angekurbelt wird. Denn nur mit ausreichender Auslastung kann das Bus- und Waldbahnangebot auch für die Landkreisbewohner gesichert werden. GUTi ist nämlich kein neues, zusätzliches Verkehrsangebot, sondern vermarktet alle von den Landkreisen bestellten Busverkehre sowie das Waldbahnangebot", erklärte die Expertin.

Als Zukunftsziel nehme sich die Projektstelle vor, weitere Beitrittsgemeinden und damit mehr Fahrgäste zu gewinnen. Dazu will man die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Verkehrsunternehmen weiter intensivieren und vor allem eine stärkere Einbindung beim gemeinsamen Werbeauftritt erreichen.

"Nach fast zehn Jahren Projektlaufzeit darf man sich aber auch Gedanken über eine Aktualisierung der Vertragsgrundlagen machen," eröffnete Dr. Stefanie Duarte Fernandes, Abteilungsleiterin am Landratsamt Regen, den zweiten Teil des GUTi-Vortrags. Sie informierte, dass künftig auch Arbeitsgruppen zu Strategiethemen eingerichtet werden sollen. Zudem zeigte sie auf, wie diese Neustrukturierung auf juristisch sichere Beine gestellt werden könnte.

Mit "das ist ein sehr sportlicher Zeitplan", fasste Landrätin Röhrl die Ausführungen der beiden Referentinnen anerkennend zusammen. "Nun ist es an allen, dem GUTi in der Region wieder die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die es als Best-Practice bereits genießt. Die Rahmenbedingungen mit der allgemeinen Debatte zu mehr ÖPNV-Ausbau auch auf dem Land, positive Rückmeldungen von Urlaubern und vor allem der Trend zu Wandern und Natururlaub, der ohne ÖPNV nicht möglich ist, zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind", so Röhrl abschließend.

Übrigens: Die Einzelausgabe des ePapers, in dem dieser Artikel erscheint, ist ab 23. Oktober 2019 verfügbar. Klicken Sie auf ePaper und geben Ihren Suchbegriff ein. Es werden Ihnen dann alle Ausgaben angezeigt, in denen sich der Artikel befindet.

 
 
 

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