Recherchestelle teilt mit Mehr antisemitische Vorfälle in Bayern gemeldet

Ein Person hält bei einer Kundgebung eines Bündnisses gegen Antisemitismus ein Plakat mit der Aufschrift "Gegen Antisemitismus" in die Höhe. In Bayern wurden im ersten Halbjahr mehr antisemitische Vorfälle gemeldet. (Symbolbild) Foto: Christophe Gateau/dpa/dpa

Die Zahl gemeldeter antisemitischer Vorfälle in Bayern ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Dies sagte am Freitag die Leiterin der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Bayern, Annette Seidel-Arpaci, bei der Vorstellung eines Berichts der Recherchestelle in München.

Demnach gab es bei Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt im Mai 2021 zwischen der islamistischen Hamas und Israel 34 Vorfälle in Bayern, welche RIAS als antisemitisch einordnete. Man müsse jedoch von einer "sehr hohen" Dunkelziffer ausgehen, sagte Seidel-Arpaci. Der Vorsitzende des Verbands jüdischer Studenten in Bayern, Michael Movchin, sprach von "einer ganz neuen Dimension von Hass und Hetze" im Zusammenhang mit dem Konflikt.

Auch abseits von Kundgebungen wurden der Dokumentationsstelle zwischen 11. Mai und 11. Juni 2021 in Bayern antisemitische Vorfälle gemeldet, darunter eine Sachbeschädigung und eine Bedrohung.

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