Rauswurf abgesegnet Die SPD ist Thilo Sarrazin los, der kündigt Berufung an

Abgang: Die SPD schließt Thilo Sarrazin, dem sie islamfeindliche und rassistische Thesen vorwirft, aus ihren Reihen aus. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die SPD schließt Thilo Sarrazin, dem sie islamfeindliche und rassistische Thesen vorwirft, aus ihren Reihen aus. Dieser habe "erheblich gegen die Grundsätze und die Ordnung der Partei verstoßen und ihr damit Schaden zugefügt", so lautet die Begründung.

Doch der umstrittene Autor will weiterhin für seinen Verbleib in der Partei kämpfen und vor dem Landgericht Berlin Berufung einlegen. "Dies war kein offenes, ehrliches und faires Verfahren", sagt er nach dem Urteil.

Sechs Stunden zuvor, am Freitagvormittag, geht Sarrazin mit Mundschutz in den Hans-Jochen-Vogel-Saal des Willy-Brandt-Hauses, der SPD-Bundeszentrale in Berlin. Sechs Stunden wird die Verhandlung dauern, bei der es darum geht, ob seine brisanten Bücher - vor allem sein jüngstes - parteischädigend sind und seinen Ausschluss rechtfertigen. Sie tragen Titel wie "Deutschland schafft sich ab", "Der neue Tugendterror" oder "Feindliche Übernahme". Darin, so der Vorwurf der SPD, verbreite Sarrazin Gedankengut, das den Grundsätzen der Partei zutiefst widerspricht.

 

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