Die Kinder beim Homeschooling unterstützen, die Arbeit im Homeoffice erledigen - und nebenbei auch noch den Haushalt managen. So sieht momentan der Alltag vieler Frauen aus. Kein Wunder also, wenn einige mit ihrer Kraft am Ende sind. Hilfe finden betroffene Mütter bei Susanne Limbeck. Sie ist seit 25 Jahren bei der Caritas in Viechtach Ansprechpartnerin für Mutter-Kind-Kuren. "Und diese Kuren kann man auch in Zeiten von Corona machen", betont sie.

Weniger Teilnehmer und feste Gruppen

20 bis 25 Anfragen aus dem gesamten Landkreis Regen gibt es pro Jahr bei Limbeck. Im Coronajahr 2020 ist die Nachfrage zunächst etwas zurückgegangen. Und dass, obwohl die meisten Frauen besonders eingespannt waren. "Aber viele sind wohl wegen der Pandemie verunsichert und haben deshalb keine Kur beantragt." Dabei gebe es keinen Grund, sich Sorgen zu machen. In den Häusern des Müttergenesungswerks - über 70 gibt es deutschlandweit - wurden laut Limbeck sehr gute Hygienekonzepte erarbeitet. So werden beispielsweise weniger Mütter und Kinder aufgenommen und, um Kontakte zu reduzieren, werden feste Gruppen gebildet. "Dadurch muss auch nicht immer zwingend eine Maske getragen werden." Außerdem werden alle Kurteilnehmer vorab getestet und sind dann, bis sie ihre Kur antreten, in Quarantäne. "Es wird alles getan, um Ansteckungen zu vermeiden."