Raum Waldmünchen/Furth Unbekannte Schleuser setzen Migranten aus

Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern. Foto: Bundespolizei

Bisher unbekannte Schleuser haben zwischen Mittwoch und Freitag an vier verschiedenen Örtlichkeiten im Raum Waldmünchen und Furth im Wald insgesamt 23 Migranten abgesetzt. Wie die Bundespolizei Waldmünchen mitteilt, ermittelt sie nun wegen Einschleusens von Ausländern.

Am Mittwoch gegen 10 Uhr ging bei der Polizeistation Waldmünchen ein Hinweis aus der Bevölkerung ein. Ein Zeuge hatte in Treffelstein zwischen Eglsee und Biberbach verdächtige Personen beobachtet. Die Beamten lösten sofort eine gemeinsame Fahndung mit der zuständigen Bundespolizeiinspektion Waldmünchen aus.

Eine Streife der Polizeistation konnte in einem Waldstück an der Staatsstraße 2154 sieben unerlaubt eingereiste Syrer feststellen. Die zuständigen Bundespolizisten übernahmen die Migranten. Etwa vier Stunden später entdeckte eine Streife der Polizeiinspektion Furth im Wald fünf auffällige Personen auf der Staatsstraße 2154 zwischen Furth im Wald und Eschlkam. Beim Anblick der Streife flohen drei Männer Richtung Auwiesenweg, die anderen beiden konnte die Streife sofort festnehmen.

Durch die sofort eingeleitete Fahndung konnten die fünf eingesetzten Streifen der Polizeiinspektion Furth im Wald und des Bundespolizeireviers Furth im Wald die drei Geflohenen zwischen Auhof und Aiglshof stellen. Auch hier handelte es sich um syrische Migranten.

Am Donnerstag gegen 21.30 Uhr ging bei der Bundespolizeiinspektion ein weiterer Bürgerhinweis ein. Eine Streife stellte auf der Staatsstraße im Bereich Ast/Waldmünchen neun illegal eingereiste Syrer fest. Eine weitere Zeugin meldete am Freitag gegen 2 Uhr der Polizeistation zwei Personen am Bahnhof Waldmünchen, die nach der Polizei gefragt hätten. Eine herbeigeeilte Streife traf zwei syrische Brüder ohne gültige Grenzübertrittsdokumente an und übergab sie der Bundespolizei.

Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen hat Ermittlungen wegen Einschleusens von Ausländern aufgenommen. Die Ermittler suchen nach Zeugen, die die Absetzung der Migranten beobachtet haben könnten. Sachdienliche Hinweise werden an die Bundespolizei unter Telefon 09972 9408-0 oder per E-Mail an bpoli.waldmuenchen@polizei.bund.de erbeten. Verdächtig wirkende Vorfälle können unter der genannten Rufnummer bei der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen oder bei jeder Polizeidienststelle gemeldet werden.

Die 23 Syrer erwartet eine Anzeige wegen unerlaubter Einreise. Die Beamten schoben elf der syrischen Migranten zurück nach Tschechien. Auch bei den restlichen zwölf Syrern ist derzeit eine Zurückschiebung nach Tschechien geplant.

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