Rauchsäule über Stuttgart Großbrand in Busdepot zerstört 20 Busse

Mehrere Fahrzeuge sind bei einem Feuer im Busdepot der Stuttgarter Verkehrsbetriebe ausgebrannt. Die Löscharbeiten dauern die Nacht über an. Foto: Andreas Rosar/dpa/dpa

In einem Busdepot des Stuttgarter Verkehrsbetreibers SSB geraten mehrere Busse in Brand. Schnell greifen die Flammen auf weitere Fahrzeuge über. Die Löscharbeiten beschäftigen die Einsatzkräfte bis in die Morgenstunden.

Eine riesige Rauchsäule steigt in den Stuttgarter Nachthimmel, über dem Osten der Stadt kreist ein Polizeihubschrauber, Explosionen sind zu hören: Beim Großbrand auf einem Betriebsgelände der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) sind am Donnerstagabend mindestens 20 Busse vollständig zerstört worden. Insgesamt seien 210 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen, um die Flammen zu löschen, teilte die Feuerwehr am Freitagmorgen mit. Den Angaben zufolge wurden sechs Angestellte der SSB ärztlich versorgt. Zwei von ihnen erlitten leichte Verletzungen und kamen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Ob ein technischer Defekt zum Ausbruch des Brandes geführt habe oder Brandstiftung, müsse noch ermittelt werden. Anzeichen für eine vorsätzliche Tat gab es der Polizei zufolge jedoch nicht. Auch die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Augenzeugen meldeten das Feuer laut einer Polizeisprecherin gegen 20.00 Uhr. Beamte sperrten den Bereich daraufhin weiträumig ab, ein Polizeihubschrauber unterstütze den Einsatz aus der Luft.

Der Großbrand hielt auch Anwohner des Industriegeländes im Stadtteil Gaisburg in Atem. Diese waren dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten und das betroffene Gebiet zu meiden. Am frühen Freitagmorgen wurde die Warnung wieder aufgehoben.

Ob der Brand Auswirkungen auf den Busbetrieb haben werde, sei noch unklar, teilte ein SSB-Sprecher am Freitagmorgen mit. Zuvor hatte der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart mitgeteilt, dass auf SSB-Buslinien zu Betriebsbeginn mit Beeinträchtigungen zu rechnen sei.

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