München Raserunfall wurde mit Dashcam gefilmt

Zahlreiche Kerzen und Blumen liegen an der Unfallstelle in München, an der ein 14-Jähriger am Wochenende zu Tode gekommen ist. Foto: Matthias Balk/dpa

Der tödliche Raserunfall in München ist mit einer sogenannten Dashcam aus einem anderen Wagen gefilmt worden.

Das sind in Autos installierte Videokameras, die während der Fahrt die Sicht aus der Windschutzscheibe aufzeichnen. Der Leiter der Mordkommission, Josef Wimmer, sagte am Montag, auf der Videoaufzeichnung sei zu sehen, wie der 34 Jahre alte Fahrer mit hoher Geschwindigkeit vorbeifahre, das Auto einen Jungen erfasse und wie dieser in die Luft geschleudert werde. Danach zeige das Video, wie die nachrückende Streife sofort anhalte, um eine Reanimation einzuleiten.

Der Raser war am Freitagabend in falscher Richtung unterwegs gewesen, als er zwei Jugendliche erfasste. Der Dashcambesitzer fuhr den Angaben nach Auto parallel zu ihm.

Staatsanwältin Anne Leiding sagte: "Diese Aufzeichnung der Dashcam ist für uns ein ganz wesentliches Beweismittel." Das Aufzeichnen mit einer Dashcam sei zwar eine Ordnungswidrigkeit, die Aufnahmen dürften aber trotzdem auch in einem Prozess verwertet werden.

Wir berichten weiter. 

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