Die Flamme des Gasbrenners lodert orange-gelb, der Glasstab, den Ramona Albers in ihrer rechten Hand hält, beginnt allmählich zu schmelzen. Durch langsames und gleichmäßiges Drehen wickelt sie die zähflüssige Masse um den vorbereiteten Dorn, ein beschichtetes Metallstäbchen. So lange, bis die runde Perle die gewünschte Größe hat. Die 32-jährige Perlhütterin ist ganz in ihrem Element, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Dabei ist es einem Zufall zu verdanken, dass sie das Perlendrehen für sich entdeckte; im Rahmen des Ferienprogramms bei Ralph Wenzel am Gibacht. Albers nahm damals mit ihrem Sohn Valentin teil und fertigte bei der Gelegenheit ihre erste Perle. "Es hat mir gleich gefallen. Ich war begeistert", sagt sie. Knapp vier Jahre ist das mittlerweile her und seitdem lässt sie dieses alte Kunsthandwerk nicht mehr los.