Corona beeinflusst neben dem gesellschaftlichen und beruflichen ebenfalls das religiöse Leben in Deutschland. Dabei sind nicht nur christliche Feierlichkeiten betroffen: Auch der islamische Fastenmonat Ramadan wird derzeit bereits zum zweiten Mal anders als gewohnt begangen. Turan Çaglayan, Vorstandsmitglied der Türkisch Islamischen Gemeinde in der Bergstadt, und Imam Dogan Küskü berichten, wie die Gläubigen das Fasten in Zeiten der Pandemie gestalten.

Als Ramadan wird der neunte Monat im islamischen Kalender bezeichnet, der sich nach dem Mond richtet. Der Beginn des Fastenmonats fällt so jedes Jahr auf einen anderen Termin - grundsätzlich zehn Tage früher im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Jahr fasten die etwa 108 Mitglieder der muslimischen Gemeinde in der Bergstadt bereits seit dem 13. April. Der Fastenmonat hat für sie eine besondere Bedeutung: "Im Ramadan geht es darum, mit allen Bürgern Glauben zu erleben, zu sich zu finden, sich in Verzicht zu üben und Bedürftige zu unterstützen", berichtet Imam Dogan Küskü. Zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang darf dabei nicht gegessen und getrunken werden - Außnahmen gibt es unter anderem für schwangere oder stillende Frauen, Kleinkinder sowie alte, kranke Menschen.