Bayern Hundebesitzer aufgepasst! Diese Hautkrankheit geht um

Im Landkreis Dachau sind immer häufiger Füchse von der Milbe Sarcoptes scabiei befallen, die die Hautkrankheit Fuchsräude hervorruft. (Symbolbild) Foto: imago

Im Landkreis Dachau sind vermehrt Tiere mit einer Hautkrankheit infiziert. Hunde können sich damit anstecken und sollten deshalb besser an der Leine geführt werden.

Hundehalter sollten ihre Lieblinge derzeit lieber an der Leine führen, warnen Jäger. Im Landkreis Dachau sind immer häufiger Füchse von der Milbe Sarcoptes scabiei befallen, die die Hautkrankheit Fuchsräude hervorruft. Das teilt der Jagdschutz- und Jägerverein Dachau mit.

Die Milben bohren sich in die Haut und legen dort ihre Eier ab. In der Folge kommt es zu Hautläsionen, Juckreiz und Fellverlust. Die kranken Füchse verenden elend an einer Sepsis oder Blutvergiftung, allerdings erst nach einigen Monaten. Bis dahin haben die Milben reichlich Zeit, sich auf andere Füchse übertragen zu lassen – und auch auf Hunde. Dazu müssen die nicht einmal mit einem Fuchs direkt in Kontakt kommen, es reicht auch, wenn sie sich beim neugierigen Herumschnüffeln an einem Bau oder anderen Ruheplätzen der Füchse bewegen.

Verdächtige Anzeichen: Darauf sollten Hundebesitzer achten

Weil diese Stellen unauffällig sind und man nie genau weiß, wo ein kranker Fuchs vielleicht Milben abgestreift hat, sollte man den Hund in der Nähe behalten. "Mein Rat ist, den Hund an der Leine zu führen", sagt Ernst-Ulrich Wittmann vom Jagdschutzverein. Wichtig ist, den Hund zu beobachten. Kratzt er sich auffällig? Hat er Hautrötungen oder gar Fieber? Dann sollte er sofort zum Tierarzt gebracht werden. Der kann mit einem milbenabtötenden Mittel die Erkrankung schnell eindämmen.

Auch der Mensch kann sich infizieren, allerdings als sogenannter "Fehlwirt". Die Milben sorgen dann für einen garstigen Juckreiz, können sich aber nicht fortpflanzen und die Erkrankung heilt aus. 

 
 

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