Prozessbeginn in Regensburg Mitbewohner mit dutzenden Stichen in Kopf und Brust getötet

Das Regensburger Landgericht setzt sich ab Dienstag mit einem mutmaßlichen Totschlags-Delikt auseinander. (Symbolbild) Foto: Armin Weigel/dpa

Am Dienstag beginnt vor dem Landgericht Regensburg der Prozess gegen einen Mann, der im Oktober 2021 seinen damaligen Mitbewohner mit zahlreichen Messerstichen getötet und danach auch auf dessen Leiche eingestochen haben soll. 

Laut Anklageschrift stach der 53-Jährige eines Nachts Anfang Oktober mit einem Messer oder einer Schere auf sein Opfer ein und brachte ihm zahlreiche schwere Verletzungen an Rumpf und Kopf bei, so dass es verblutete. Anschließend soll er den Brust- und Bauchraum des Toten aufgeschnitten und weiter auf ihn eingestochen haben.

Der Beschuldigte litt zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat an akuter Schizophrenie – das Gericht geht deshalb davon aus, dass er schuldunfähig war. Die Anklage lautet trotzdem auf Totschlag, die Staatsanwaltschaft will jedoch eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragen. Es sei davon auszugehen, dass der 53-Jährige weiterhin eine Gefahr für sich selbst und andere darstellt, heißt es in der Anklageschrift.

Der Prozess ist auf vier Verhandlungstage ausgelegt und wird am Donnerstag fortgesetzt. Es gilt die Unschuldsvermutung: Der Beschuldigte ist so lange als unschuldig anzusehen, bis ein Gericht seine Schuld zweifelsfrei festgestellt hat.

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