Prozessauftakt in Regensburg Gefangenenmeuterei in Straubing

Die Beschuldigten mit ihren Verteidigern im Sitzungssaal des Landgerichts Regensburg. Alexander L. (hinten links) und David F. (hinten, Mitte) werden der Gefangenenmeuterei mit Körperverletzung beschuldigt. Foto: Christoph Urban

Patienten sollen 2018 im Bezirkskrankenhaus Straubing Geiseln genommen haben, um auszubrechen. Trotz 17 Zeugenaussagen zum Prozessauftakt ist Wichtiges noch unklar.

Gesellig, gemächlich, herzlich wirkt David F. vor Gericht. Er scherzt lachend mit der jungen Gerichtshelferin, als sie hinter ihm die Fenster wegen der Corona-Vorschriften öffnet. Beim Prozessauftakt am Dienstag fällt es schwer zu glauben, dass der 28-Jährige in der Forensik untergebracht ist, weil er im Wahn seine Mutter erstochen hat. Nur gelegentlich verrenkt und streckt er sein Kiefer, als müsse er angestrengt gähnen - Muskelspannungen am Mund wegen der Psychopharmaka, die er nimmt.

Sein Mitpatient Alexander L. dagegen wirkt gehetzt, nervös. Der 41-Jährige leidet an paranoider Schizophrenie. Nach der ersten Zeugenaussage eines Kripo-Beamten bittet L. über seinen Verteidiger, zurück ins BKH gefahren zu werden, weil er Stimmen höre. Nach Rücksprache mit seiner Gutachterin genehmigt das Gericht die Bitte. "Schade, Alex, dass du nicht bleiben kannst", sagt F.

 

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