Prozess in Regensburg Mann wegen versuchten Mordes an SEK-Beamten vor Gericht

In Regensburg steht ab Dienstag ein Mann wegen versuchten Mordes vor Gericht (Symbolbild). Foto: dpa

Im Juni 2020 soll ein Mann in Regensburg bei seiner Festnahme einen SEK-Beamten schwer verletzt haben. Ab Dienstag steht der damals 41-Jährige vor Gericht. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen.

Der Angeschuldigte soll in der Nacht zum 14. Juni zwei Molotowcocktails aus einem Mehrparteienhaus in Regensburg geworfen haben. Eine Anwohnerin alamierte daraufhin die Polizei. Ein Nachbar löschte das Feuer. Dann rückte das SEK an. Die Polizei befürchtete, der Mann könne in seiner Wohnung noch weitere Brandsätze liegen haben. Der Verdächtige soll sich jedoch geweigert haben, die Wohnung zu verlassen und nach unten zu kommen. 

Als die Beamten den 41-Jährigen in seiner Wohnung festnehmen wollten, brach in seiner Wohnung ein weiteres Feuer aus, bei dem ein Beamter schwer, ein weiterer leicht verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, den Brand absichtlich gelegt und in Kauf genommen zu haben, dass Einsatzkräfte der Polizei oder Feuerwehr dabei verletzt oder getötet werden könnten.

Die Polizei fand wenig später vier weitere selbst gebastelte Brandsätze. Außerdem soll der Mann zum Zeitpunkt der Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben. 

Der 41-Jährige muss sich nun ab Dienstag unter anderem wegen versuchten Mordes, schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Regensburg verantworten.

Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für den Angeschuldigten die Unschuldsvermutung.

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