Prozess in Regensburg Mann nach Verfolgungsfahrt mit Verletzten vor Gericht

Der Angeschuldigte soll auf seiner Flucht einen Unfall mit mehreren Dienstfahrzeugen der Polizei verursacht haben. Ab Freitag steht er deswegen in Regensburg vor Gericht. Foto: News5

Ab Freitag steht ein Mann in Regensburg vor Gericht. Er soll sich im Mai 2021 eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert haben. Dabei ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem mehrere Polizisten verletzt wurden.

Laut Staatsanwaltschaft war der damals 30-Jährige am 8. Mai 2021 mit seinem Auto auf der Augsburger Straße in Regensburg unterwegs, als Polizeibeamte ihn zur Kontrolle anhalten wollten. Der Angeschuldigte soll daraufhin Gas gegeben haben und vor den Beamten geflohen sein. Mit viel zu hoher Geschwindigkeit soll er dabei andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben, als er auf der A93 davonbrauste. Erst bei Regenstauf soll er die Autobahn wieder verlassen haben. Die Verfolgungsfahrt endete laut Angaben der Polizei schließlich in Grünthal bei Wenzenbach. Dort soll der Angeschuldigte mit zwei Streifenwagen und einem geparkten Auto zusammengestoßen sein. 

Bei dem Unfall wurden vier Polizisten verletzt. Zwei der Polizisten konnten ihren Dienst danach nicht wieder antreten. Es entstand ein hoher Sachschaden. Außerdem stellte sich laut Anklageschrift heraus, dass der Mann während der Autofahrt unter Drogeneinfluss gestanden haben soll. Einen Führerschein besitzt er nicht. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeschuldigten unter anderem vorsätzliche Gefährdung bei verbotenen Kraftfahrzeugrennen, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung vor. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung. 

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