Prozess in Minneapolis Anwalt: "George Floyd starb an exzessiver Polizeigewalt"

George Floyd war am 25. Mai 2020 in Minneapolis bei einer Festnahme ums Leben gekommen. Foto: John Arthur Brown/ZUMA Wire/dpa/dpa

Der Anwalt der Familie von George Floyd hat die Gewalt von Seiten der Polizei gegen den getöteten Afroamerikaner aufs Neue verurteilt. "Was George Floyd getötet hat, war eine Überdosis an exzessiver Gewalt", sagt Ben Crump dem Nachrichtensender CNN.

Er rechne damit, dass die Verteidiger des angeklagten Ex-Polizisten Derek Chauvin vor Gericht versuchen werden, Floyds Ansehen in Verruf zu bringen. Die Tatsache, dass Rückstände von Drogen in dessen Blut gefunden wurden, lenke jedoch nur von der eigentlichen Todesursache ab: dass Chauvin sein Knie minutenlang in Floyds Nacken gepresst habe.

Gegen den weißen Ex-Polizisten Chauvin sollte am Montag in der US-Stadt Minneapolis das Hauptverfahren beginnen - fast ein Jahr nach der Tötung von Floyd bei einer brutalen Festnahme. Chauvin wird unter anderem Mord zweiten Grades vorgeworfen, worauf im Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft stehen. Richter Peter Cahill geht davon aus, dass das Hauptverfahren bis zu einen Monat dauern könnte.

 

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