Ist Adil M. (Name geändert) ein dicker Fisch im Schleusergeschäft, wie die Staatsanwaltschaft am zweiten Prozesstag am Mittwoch am Landgericht Landshut von einer Berliner Bundespolizistin wissen wollte? Die Polizistin war an der Bearbeitung von über 50 Fallakten beteiligt und wie drei ihrer Kollegen am Donnerstag als Zeuge geladen.

Die gewaltige Summe an aufgedeckten Schleuserfällen hatten sich nach der Auswertung der Daten auf Adil Ms Handy ergeben. 33 konnten schließlich in Landshut zur Anklage gebracht werden. Zuvor waren bereits diverse Schleuserfälle, die auf M. zurückzuführen waren, am Landgericht Erding verhandelt worden. Dafür sitzt M. derzeit in der JVA Landshut ein. Ein paar Jahre Haft, sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft noch dazukommen, mindestens fünfeinhalb. Ursprünglich standen neun im Raum. Die erste Spur, die die Bundespolizei schließlich zu M. führte, kam nach der Befragung aufgeflogener geschleuster Flüchtlinge am Flughafen München auf. Zwar konnte die Bundespolizistin mit dem Fisch-Vergleich der Staatsanwaltschaft wenig anfangen, die Summe an Fällen, die nach der Auswertung von Ms Smartphone aufgedeckt werden konnten, sei aber relativ viel und ungewöhnlich hoch, sagte sie schließlich vor Gericht.

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