Ein Asylbewerber streifte - entgegen der Vereinbarung - das Kondom ab. Dafür wurde er nun vor Gericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. 

Zunächst machte Abdul K. Verständigungsprobleme geltend. Dann führte er die unterschiedlichen Kulturen ins Feld. Und schließlich: "Ich war zum ersten Mal in einem Bordell." Der 23-jährige Afghane hatte entgegen der zuvor mit der Liebesdame getroffenen Vereinbarung während des Geschlechtsverkehrs das Kondom abgestreift und sah sich nun vor dem Amtsgericht mit dem Vorwurf der Vergewaltigung konfrontiert. Zugunsten des 23-Jährigen kam das Schöffengericht mit Richter Christian Lederhofer nach der  Beweisaufnahme aber zu dem Ergebnis, dass es sich "lediglich" um einen sexuellen Übergriff gehandelt habe: Wie Lederhofer in der Urteilsbegründung sagte, war das Regelbeispiel der Vergewaltigung nicht erfüllt, da "der Geschlechtsverkehr an sich" einvernehmlich war. K. kam mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr davon, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Den vollständigen Artikel lesen Sie auf idowa+ oder in Ihrer Tageszeitung vom 25. Juli 2017.