Der Plan war, "dass es ein bisschen brennt". Wie die beiden Angeklagten Bruno B.* und Paul P.* zu Prozessbeginn vor der Jugendkammer einstimmig bekundeten, hat ihr gemeinsamer Bekannter Armin A.* dem 16-jährigen P. seit Monaten immer wieder anzügliche Nachrichten geschrieben und ihm nachgestellt. Er habe einfach nicht aufgehört, so P. "Da haben wir beschlossen, dass wir es ihm heimzahlen."

In der Nacht auf den 13. November 2018 warfen die Freunde Brandsätze gegen das Anwesen, in dem Armin A. mit seinem Vater lebte. Seitdem sitzen beide in Untersuchungshaft. Seit Mittwoch müssen sie sich wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht verantworten. Man habe A. doch nur "ein wenig Angst" einjagen wollen, sagte der 20-jährige B. und sprach kleinlaut von einem Denkzettel. Es war offensichtlich, dass weder ihm noch dem mitangeklagten P. die Tragweite ihres Handelns bewusst ist. Ein Tötungsvorsatz wurde von den Verteidigern im Namen ihrer Mandanten bestritten. Was den angeklagten Sachverhalt in objektiver Hinsicht betrifft, so wurde er für beide Angeklagte eingeräumt. Demnach hatten sie am 12. November gegen 19 Uhr den gemeinsamen Entschluss gefasst, mit selbst gebauten Molotowcocktails das freistehende Haus der Familie A. in Marklkofen in Brand zu setzen.

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