Prozess Freispruch für Beamten in Drogenskandal bei Münchner Polizei

Das Polizeipräsidium in der Innenstadt. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

In der Prozessserie zum Drogenskandal bei der Münchner Polizei ist erstmals ein Beamter vom Vorwurf des Rauschgiftkaufs freigesprochen worden. Das Amtsgericht München urteilte am Dienstag, dem 27-Jährigen sei nicht nachzuweisen, dass er Kokain von einem Kollegen erworben hatte. Der Angeklagte hatte lediglich zugegeben, auf einer Party 2019 von dem Kollegen mitgebrachtes Kokain geschnupft zu haben, was nicht strafbar ist.

In einem weiteren Anklagepunkt wurde der Polizist, der seit zwei Jahren suspendiert ist, ebenfalls freigesprochen. Laut Anklage war er 2017 untätig geblieben, als er mitbekam, wie ein anderer Beamter einen Bürger schikanierte. Dabei ließ sich laut Gericht nicht nachweisen, dass der Angeklagte den Vorfall für eine Straftat hielt, die er hätte melden müssen.

Der Drogenskandal hatte das Polizeipräsidium München 2020 erschüttert. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen 37 Polizeibeamte und erhob bislang acht Anklagen. Mehrere Beamte wurden zu Geldstrafen verurteilt, in einem Fall verhängte das Gericht eine Haftstrafe.

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