Projekt im Kreis Passau Zehntklässler reisen für Hilfsaktion in den Senegal

Eine Hilfsaktion für ein Dorf im Senegal: Dindefelo 2023. Foto: NIEDERBAYERN TV Passau

Eine anstrengende Reise und Unterkünfte ohne jeden Komfort. Was die Schüler der Realschule Schweiklberg im Landkreis Passau vorhaben, ist Abenteuer pur. Sie fahren im Rahmen eines Hilfsprojekts in den Senegal, um dort tatkräftig zu unterstützen. Wir haben mit Teilnehmern und Organisatoren über dieses Projekt gesprochen.

Seit 2009 gibt es das Projekt „Dindefelo“. Es ist nach einem Dorf benannt, in dem seither so einige Unterstützungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Die Idee dazu kam den Organisatoren beim Mittagessen, wie Rotarier Helmuth Rücker erzählt. Damals sei er mit dem Schulleiter der Schweiklberger Realschule zusammengesessen. Schnell entstand die Idee, Schüler mit ins Boot zu holen.

Natürlich ist dies keine leichte Entscheidung gewesen, denn im Senegal ist allein schon der Straßenverkehr ein Abenteuer. „Wir sind das Risiko eingegangen und es hat sich super bewährt“, erzählt Rücker im Interview mit den Kollegen von Niederbayern TV. „Wir fahren jetzt das vierte Mal mit Schülern runter.“

Brunnen werden gebaut, Krankenzimmer eingerichtet, Schulen installiert. „Wir kümmern uns um ein Dorf. Das Dorf besteht aus 13 kleinen Einzeldörfern“, erläutert Rücker. „Wir wollen den Menschen dort mit unseren Spenden und Aktionen eine Perspektive bieten, dass sie dort bleiben“, ergänzt er. „Weil sie in Afrika, dort wo sie daheim sind, wahrscheinlich die beste Perspektive haben. Wenn das Umfeld stimmt.“

Projekt „Schule“

Vor Ort soll nun ab 17. Februar in einer Aktion nicht nur eine Schulklasse baulich finanziert, sondern in der Folge auch mit Computern ausgestattet werden. Das Fehlen von Lehrmitteln ist in der Region ein großes Problem. Hier will man Abhilfe schaffen.

Benedikt Heininger ist einer der Schüler, die dabei sein werden. Der Zehntklässler freut sich darauf, die Unterschiede in der Lebensweise zu sehen. Sein persönliches Highlight? „Mich interessieren die Menschen am meisten, und ihnen eben auch zu helfen“, erzählt der Schüler. „Und generell: Wie unser Tag dann aufgebaut sein wird.“

Bis zur Ankunft gilt es allerdings nicht nur einen Flug zum afrikanischen Kontinent zu meistern. Christian Brandl, Lehrer und Begleiter des Projekts von Seiten der Schule, hat da bereits eigene Erwartungen: „Ich glaube, dass sich unsere Schüler durch das Projekt verändern werden.“

Nach der Anreise zum Münchener Flughafen geht es zunächst nach Lissabon. Als Nächstes folgt ein weiterer Flug nach Dakar. „Dann fahren wir mit einem Bus noch 800 Kilometer ins Hinterland“, erzählt Christian Brandl weiter. „Das wird wahrscheinlich schon ziemlich strapaziös.“

Alle Teilnehmer werden ohne Strom und fließendes Wasser in Lehmhütten untergebracht. „Die Schüler werden vor allem über den Tellerrand schauen können“, erhofft sich der Lehrer.

Doch sie erwartet laut Helmuth Rücker vor allem eins: „Ein Abenteuer!“ Der Mehrwert für die Jugendlichen ergibt sich aus den Erfahrungen, die sie auf ihrer Reise sammeln können. „Wir erleben Afrika so, wie es ist. Wir erleben eine andere Kultur.“

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