Prognos-Zukunftsatlas Landshut zukunftsfähiger als Regensburg?

Landshut ist in diesem Jahr im Prognos-Zukunftsatlas die Nummer eins unter den Städten mit unter 100.000 Einwohnern. (Symbolbild) Foto: red

Die diesjährige Ausgabe des Zukunftsatlas und des Immobilenatlas der Prognos AG sieht zwei ostbayerische Städte unter den Regionen mit dem größten Zukunftspotenzial. Regensburg und Landshut haben sich in einigen Wertungskategorien in der bundesweiten Spitzengruppe festgesetzt.

Seit 2004 werden im Prognos-Zukunftsatlas alle drei Jahre die Chancen und Risiken aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland bewertet. Die Ergebnisse der Rangliste, die Entwicklungen in den Regionen sichtbar macht, werden deswegen bundesweit mit Spannung erwartet. Seit kurzem liegt nun die aktuelle Ausgabe 2019 vor.

Auch in diesem Jahr ist das bundesweite Standortranking der Städte und Landkreise mit den besten Zukunftsaussichten keine allzu ostbayerische Angelegenheit: Die Spitzengruppe beherrscht nach wie vor die Boom-Region München. Auf Platz 1 bis 3 liegen die Landeshauptstadt München, der Landkreis München und Ingolstadt, in genau dieser Reihenfolge.

Also alles wie gewohnt beim Zukunftsranking? Nicht ganz. Es ist Bewegung in der Rangliste. Zu den größten Aufsteigern im 15-Jahres-Vergleich zählt beispielsweise der Landkreis Freyung-Grafenau, der sich um gut 150 Plätze verbessert hat. Bis die Grenzregion aber wirklich an die Spitzengruppe aufschließt, dürfte es aber noch eine Zeit dauern. Derzeit liegt Freyung-Grafenau auf Platz 206 von 401 Städten und Landkreisen.

Regensburg in der Top 10 bei "Demografie"

Aus Ostbayern haben es immerhin zwei kreisfreie Städte in einigen Kategorien in die Spitzengruppe geschafft. In der Kategorie "Demografie" liegt Regensburg bundesweit auf Rang 7, vor Heidelberg und hinter Salzgitter. Die günstigste demografische Entwicklung zeigt laut Ansicht der Experten der Prognos AG Darmstadt. Im Gesamtranking unter 401 Städten und Landkreisen liegt Regensburg immerhin in der Top 20, auf Platz 19.

Die Stadt Landshut zählt zu den großen Gewinnern der Studie: Wie 2016 bescheinigen die unabhängigen Autoren der niederbayerischen Bezirkshauptstadt „sehr hohe Chancen“. Sogar noch erfreulicher ist der Blick auf das „Regionen-Ranking“. Dort geht es für Landshut auf hohem Niveau nochmals steil aufwärts, und zwar von Rang 29 auf Platz 15. In Bayern schneiden diesmal nur noch die drei bundesweit Bestplatzierten, nämlich Stadt und Landkreis München und die Stadt Ingolstadt, sowie der Landkreis Starnberg und die Stadt Erlangen besser ab. Im Vergleich der kreisfreien deutschen Städte unter 100.000 Einwohnern hat Landshut dagegen Coburg von der Spitzenposition verdrängt.

Landshut zieht an Regensburg vorbei

In der Studie werden laut Prognos-Institut die Zukunftsaussichten der Regionen in Anlehnung an zahlreiche Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung anhand eines Zukunftsindex (Gesamtindex) bestimmt. Der Index beruht demnach auf 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren aus den Bereichen Demographie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und Soziale Lage.

Landshut schneidet damit in praktisch allen Kategorien überdurchschnittlich ab und lässt in der Gesamtabrechnung nicht nur Metropolen wie Berlin, Hamburg, Köln, Bremen, Hannover, Leipzig oder Nürnberg hinter sich, sondern ist gegenüber dem Zukunftsatlas 2016 an der benachbarten Universitätsstadt Regensburg vorbeigezogen.

Mehr dazu lesen Sie auf idowa+ und am Dienstag, 9. Juli, in der Landshuter Zeitung.

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