Diese Orgel ist wie neu. Dieses "Kleinod", wie Professor Norbert Düchtel sie nennt. Die Steinmeyer-Orgel in der Minoritenkirche, gebaut 1936 anlässlich des damals geplanten Bruckner-Festivals, nie wirklich in ihrer Gesamtheit fertig geworden - und jetzt, nach 84 Jahren, endlich so da stehendend und volltönend mit allen Registern und Finessen, wie sie immer beabsichtigt gewesen ist.

Und voll mit Stolz gepaarter Vorfreude weist Düchtel jetzt auch noch bei der Begrüßung der Gäste bei der Eröffnung der letzten Veranstaltungsreihe der sonntäglichen Matineen in der Minoritenkirche darauf hin, dass somit eine Premiere ansteht: "Sie sind die ersten, die das Instrument vollständig hören können." Und wie man sie gleich hören können wird.