Das Theater Regensburg macht mit einem Flyer Werbung für seine anstehenden Premieren drinnen, verweist in Coronazeiten auf das hauseigene Sicherheitskonzept und verspricht mit roten Stempeln "Große Abstände" bei der "Zauberflöte" und ein Theater "Mit Frischluftzufuhr" bei den "Nibelungen".

Diese Einschätzung erwies sich nun nach der Premiere des von Julia Prechsl bearbeiteten und inszenierten Klassikers von Friedrich Hebbel als goldrichtig: Die Regisseurin hat Personal und Text stark zurückgefahren und so den Inhalt des Mammutwerks zu einem enorm spannenden Theaterabend mit Frischluftzufuhr gemacht, in dem das Publikum in gut zwei Stunden den ganzen groben Wahn dieses Nibelungenlied-Mythos in gut durchgeformten, saftigen Bildern serviert bekommt: Prechsl hat aus dem Hebbel-Brei Hebbel-Spätzle gemacht.