Polizeieinsätze Wieder nächtliche Outdoor-Partys in Bayern

Wegen mehrerer größerer Feiern musste die Polizei am Freitagabend in Bayern ausrücken (Symbolbild). Foto: dpa

Schönes Wetter und geschlossene Clubs treiben die Menschen in lauen Sommernächten auf die Straße. Auch an diesem Wochenende hatte die Polizei gut zu tun. Und in Würzburg hat man eine Idee, die Feierfreude in geregelte Bahnen zu lenken.

Auch an diesem Wochenende haben illegale Partys der Polizei in Bayern wieder zu schaffen gemacht. In der Nacht zum Samstag wurde in München eine Ansammlung von Hunderten feiernden Menschen aufgelöst. 700 bis 1.000 Feiernde seien im Bereich der Türkenstraße rund um den Georg-Elser-Platz unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Anwohner meldeten sich bei der Wache wegen Ruhestörung und berichteten über wildes Urinieren. Die Türkenstraße im Stadtteil Maxvorstadt war den Angaben zufolge durch die Ansammlung komplett blockiert. Verkehr war demnach nicht mehr möglich.

Im vergangenen Monat kam es am Wochenende rund um den Georg-Elser-Platz immer wieder zu Ansammlungen von Menschen, die bis spät in die Nacht feierten. Daher sei die Polizei bereits vor Ort gewesen. "Wir waren nicht überrascht", sagte ein Beamter. Etwa 30 Streifenwägen und ein Unterstützungskommando waren im Einsatz.

Mit Lautsprecherdurchsagen räumte die Polizei gegen 2.20 Uhr die Straße. Die meisten Menschen seien dann auch gegangen. Einige Feiernde mussten des Platzes verwiesen werden. Es blieb aber friedlich, sagte der Sprecher.

Kurz nach 3 Uhr war es ruhig, wie es hieß. Laut Polizei hinterließen die Feiernden jedoch viel Müll. Die Straßenreinigung rückte noch in der Nacht aus.

Abiturienten feiern in der Oberpfalz

Noch größer war die Menschenmenge an einem Baggersee in der Oberpfalz. In Sengenthal (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) feierten nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen das Abitur. Die Polizei sprach von "unerwartet vielen Personen" die sich an dem See zusammen gefunden hätten, größere Zwischenfälle habe es aber nicht gegeben. Die Einsatzkräfte hätten auf Kommunikation gesetzt, um an die Corona-Regeln zu erinnern. Ob und in welchem Umfang jedoch im Einzelnen gegen die Regeln verstoßen worden sei, konnten die Beamten in Anbetracht der großen Menge nicht genau überblicken, wie es hieß. Gegen Mitternacht löste sich die Gruppe den Angaben zufolge nach und nach von selber auf.

Um das Partyvolk in kommenden Sommernächten in geregelte Bahnen zu lenken hat die Stadt Würzburg sich etwas ausgedacht: Weil immer mehr Menschen bei sommerlichen Temperaturen und geschlossenen Clubs draußen feiern, ist dort eine Outdoor-Tanzfläche geplant. "Wir müssen den Menschen mal wieder eine Tanzfläche bieten", sagte der Leiter des Fachbereichs Allgemeine Bürgerdienste, Uwe Zimmermann, der "Main Post" (Samstagsausgabe).

Ein entsprechendes Konzept, das dem Gesundheitsamt und dem Ministerium zur Genehmigung vorgelegt werden solle, sehe einen Biergarten vor - ergänzt "durch eine Tanzfläche im Freien".

"Organisatorisch soll das als eine Art Schachbrett realisiert werden. Mit aufgesprühter Kreide zeigen wir den Feiernden ihre Tanzfläche, und zwar ein Quadratmeter für eine Person", sagte Zimmermann der Zeitung. "Außerdem haben nur Getestete, vollständig Geimpfte oder Genesene Zutritt."

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