Polizeibilanz Arrestzellen in Garmisch leer: Zwei Haftbefehle nach Gipfel

Ein Polizist fährt mit seinem Motorrad während einer Grenzkontrolle. Foto: Robert Michael/dpa/Archivbild

Die in Garmisch-Partenkirchen am Rande des G7-Gipfels extra aufgebauten Arrestzellen sind weitgehend leer geblieben. Höchstens zwei Festgenommene seien dort untergebracht gewesen, teilte die Landespolizei am Dienstag mit. Dazu kämen noch einige wenige Festgenommene, die die Bundespolizei im Rahmen ihrer Grenzkontrollen aufgegriffen und dorthin gebracht habe.

Damit blieb die große, extra aufgebaute Gefangenensammelstelle für bis zu 150 Menschen in 50 Containern weitgehend verwaist. Am Olympia Skistadion waren knapp 200 Container aufgebaut worden, die Polizei und Justiz gemeinsam nutzen konnten. Es gab Räume für Richter, Staatsanwälte, Verteidiger, kriminalpolizeiliche Sachbearbeiter, den Erkennungsdienst und die Bundespolizei. Es gab Säle für Anhörungen und Vernehmungen, aber auch eine Verpflegungsstation, Sanitäts- und Aufenthaltsräume.

Nur zwei Haftbefehle wurden am Rande des G7-Gipfels auf Schloss Elmau verhängt, wie Justizsprecher Florian Gliwitzky sagte. Ein Mann, der gegen das Vermummungsverbot auf einer Demonstration verstoßen hatte und festgenommen worden war, habe sich geweigert, seine Personalien anzugeben. Der zweite Haftbefehl habe mit dem Gipfel nichts zu tun. Bei einer Kontrolle sei ein Mann mit einem gefälschten Ausweis aufgefallen, der sich nun wegen Urkundenfälschung verantworten muss.

Nach Polizeiangaben wurden 20 Menschen bei Protesten festgenommen. Beim G7-Gipfel 2015 standen rund 200 Arrestplätze zur Verfügung. Tatsächlich wurden damals 42 Personen festgenommen; die meisten wurden vor Ort wieder entlassen. Zudem gab es sieben Gewahrsamnahmen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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