Polizei ermittelt "Querdenken" im Landshuter Naturschutzgebiet

, aktualisiert am 24.08.2021 - 10:30 Uhr
 Foto: Christine Vinçon

Einige unübersehbare "Denkanstöße" haben vor Kurzem mutmaßlich Kritiker der Corona-Maßnahmen im Naturschutzgebiet auf dem ehemaligen Standortübungsplatz hinterlassen. Die Polizei habe nach dem Hinweis eines Spaziergängers Anzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen, sagte Sprecher Patrick Baumgartner auf Nachfrage unserer Redaktion.

An acht verschiedenen Örtlichkeiten seien demnach Graffiti mit entsprechenden Botschaften aufgesprüht worden. Da diese Graffiti nicht künstlerisch motiviert seien, sondern offensichtlich der "Querdenken"-Szene entstammten und damit einen politischen Hintergrund haben, sind sie laut Baumgartner Angelegenheit der Kriminalpolizei.

Für Thomas Rottenwallner, den Leiter des Amts für Umwelt-, Klima- und Natuschutz, sind diese Graffiti "gar nicht lustig und keine angemessene Form politischer Meinungsäußerung", sondern reine Sachbeschädigung. "Das gehört nicht in ein Naturschutzgebiet." Die Schmierereien würden jedenfalls so schnell wie möglich entfernt. Als Tatzeitraum wird der 26. Juli bis 19. August angenommen.

Mehrere tausend Euro Schaden

Vermutlich in Nacht von Donnerstag auf Freitag besprühten auch in Wörth a. d. Isar Unbekannte acht Gebäude, überwiegend entlang der Landshuter Straße, mit weißer Farbe. Auch diese Schmierereien hatten einen Corona-Bezug.

Der entstandene Gesamtschaden wird von der Polizei auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Das Kripo Landshut bittet um Hinweise unter 0871/9252-0.

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