Pokal-Streit FC Schweinfurt will "weitere Eskalation" vermeiden

Schweinfurt oder Türkgücü München? Wer im DFB-Pokal ran darf, entscheiden nun die Gerichte. Foto: imago

Im Rechtsstreit um die Teilnahme am DFB-Pokal will der Regionalligist FC Schweinfurt 05 "eine weitere Eskalation" im Sinne des Fußballs "unbedingt vermeiden".

Der Verein nahm am Mittwoch in einer ausführlichen Erklärung von Präsident Markus Wolf zum juristischen Streit um die vorerst ausgesetzte Austragung des Erstrundenspiels gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 Stellung. "Über die DFB-Pokal-Teilnahme werden nun gezwungenermaßen Juristen entscheiden", bedauerte Wolf.

Der Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München hatte die am vergangenen Wochenende geplante Partie in Gelsenkirchen juristisch verhindert. Das Münchner Landgericht erließ nach der kurzfristigen Klage des Münchner Vereins eine Einstweilige Verfügung, weswegen der DFB das Pokalspiel absagte.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat Widerspruch eingelegt und ist selbst zuversichtlich, dass das Landgericht dann gegen Türkgücü entscheiden wird. Türkgücü will selbst gegen Schalke antreten.

Hintergrund des Zwists war ein Plan des BFV, Türkgücü als Tabellenführer der wegen der Corona-Krise unterbrochenen Regionalliga als Aufsteiger für die 3. Liga zu melden. Schweinfurt hätte als Zweitplatzierter dafür am DFB-Pokal teilnehmen dürfen. Türkgücüs Präsident Hasan Kivran hatte bestätigt, dass er diesem Kompromiss bei einem Treffen mit BFV-Präsident Rainer Koch zugestimmt hatte.

Dann aber habe Schweinfurt gegen die Türkgücü-Lizenz für die 3. Liga vorgehen wollen, behauptete Kivran. Die Absprachen seien damit für seinen Verein hinfällig gewesen. Das wies der Regionalligist zurück. Die vom BFV getroffenen Regelungen zur sportlichen Wertung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison seien von Schweinfurter Seite nie angezweifelt worden, äußerte Wolf. Man habe "nie Klage eingereicht und werden es auch ausdrücklich nicht tun".

 

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