Pokal-Erfolg in Kaiserslautern Jahn-Coach Selimbegovic "unheimlich stolz" nach Weiterkommen

Die Jahnelf um den Pokalhelden Alexander Meyer (vorne) bejubelt das Weiterkommen gegen Kaiserslautern. Foto: Torsten Silz/dpa

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic war nach dem Weiterkommen im DFB-Pokal sehr positiv gestimmt.

Zum ersten Mal seit drei Jahren hat es der Jahn wieder geschafft: Die erste Runde im DFB-Pokal wurde erfolgreich überstanden. Es war allerdings eine Zitterpartie für die Jahnelf, die sich erst im Elfmeterschießen beim ambitionierten Drittligisten 1. FC Kaiserslautern durchgesetzt hat. Nach einer ganz starken ersten Halbzeit und der Führung durch Albion Vrenezi (4.) machte in den zweiten 45 Minuten Lautern mehr Druck und gleich durch Kevin Kraus aus (64.). Der Jahn überstand in der Folge fast die komplette Verlängerung in Unterzahl – Nicolas Wähling hatte Gelb-Rot gesehen – und setzte sich im Elfmeterschießen dank zwei gehaltener Bälle von Alexander Meyer durch.

Jahn-Coach Mersad Selimbegovic zeigte sich "unheimlich stolz" auf die Mannschaft, vor allem wie sie in der ersten Halbzeit gespielt und wie sie sich in der Verlängerung trotz Unterzahl dagegengestemmt habe. "Für mich war viel wichtiger, wie wir uns präsentieren, wie wir als Mannschaft unterwegs sind", sagte er. "Wir hatten ein paar Probleme in der Vorbereitung, hatten ein Dutzend angeschlagene Spieler, die heute nicht dabei sein konnten", ordnete er ein.

Seine Mannschaft habe "selten in diesem Tempo und dieser Dominanz gespielt wie in der ersten Halbzeit". Mehrmals war die Chance da, das Ergebnis bis zur Halbzeit noch in die Höhe zu schrauben. Dass dieses Tempo nicht 90 Minuten durchgehalten werden kann, war absehbar. "Mir macht dennoch das ganze Spiel Mut, nicht nur die erste Halbzeit. Die Mannschaft hat sich auch in schwierigen Momenten dagegen gestemmt", lobte Selimbegovic.

Ins Elfmeterschießen sei er mit einem guten Gefühl gegangen, "weil wir 30 Minuten in Unterzahl einen Riesenkampf abgeliefert haben. Ich habe auch den Jungs gesagt, dass sie schon aufgrund dessen sehr stolz sein können – egal wie es endet." Für den Jahn endete es positiv – und die Oberpfälzer sind erstmals nach drei Jahren wieder im Runde zwei des Pokals.

Viel Zeit, sich darüber zu freuen, bleibt den Jahn-Spielern allerdings nicht. Schon am Freitagabend beginnt mit dem Heimspiel gegen Nürnberg die neue Zweitliga-Saison. Ob die Verlängerung auch deshalb ärgerlich ist, weil der "Club" ohnehin schon einen Tag mehr Zeit zu regenerieren hatte? Etwas, worüber sich Selimbegovic am Sonntagabend nicht viele Gedanken machte: "Die Terminierung ist so. Wir können jetzt jammern oder – und diese Variante werden wir wählen – nicht jammern."

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