Pokémon So arbeitet Yannick

Meist kauft Yannick Pokémon-Sammlungen und schickt wertvolle Karten zur Bewertungsfirma PSA nach Kalifornien. Das kostet je nach Menge etwa zehn bis fünfzehn Euro plus Versand. Dann dauert es ein halbes Jahr, bis die Karten zurückkommen. Die Wertsteigerung zwischen einer unbewerteten und einer mit der Höchstwertung 10 bewerteten Karte kann das Zwanzigfache betragen, sagt Yannick. „Meine wertvollste Karte liegt gerade bei 40 000 Dollar.“ Ganz wenige Karten sind siebenstellige Beträge wert. Zum Beispiel japanische Trophy-Cards. Das sind Karten, die an Sieger von Tournaments (Wettkämpfen) zwischen 1997 und 1999 in Japan ausgegeben wurden. An die kommt man aber nicht ran. „Da musst du Millionär sein“, sagt Yannick.

Die Karten kommen in „Cases“ eingeschweißt zurück. Luft- und wasserdicht. So kann sich der Zustand nicht verschlechtern und sie sind für die Ewigkeit eingeschlossen. Denn die Karten bestehen nur aus Papier, Pappe und Aluminium-Folie. Auf der Hülle steht die Bewertung.

Yannick kauft auch bereits bewertete Karten privater Anbieter. Er kennt die größten Verkäufer der USA. „Die schicken eine Liste der Karten, wenn eine frisch bewertete Ladung zurückkommt und ich suche mir die Karten aus, die ich will.“ Auf eBay werden mittlerweile nur noch Karten verkauft, die vorher privat niemand gewollt hat. „Zum Glück habe ich alle Connections, die es in der Pokémon-Welt gibt.“

Der 25-Jährige ist überzeugt: Nostalgie verschwindet nicht. „Das sieht man an vergleichbaren Sammlerstücken wie Sportkarten aus den 50ern.“ Aber auch Briefmarkensammler sind mittlerweile auf Pokémon-Karten aufmerksam geworden. „Die geben richtige Summen aus. Ich kenne einen Millionär aus der Schweiz, dem die Briefmarkensammlerei zu teuer geworden ist, weil die pro Stück über eine Million kosten können. Daher ist er auf Pokémon umgestiegen.“

 
 
 

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