Playoffs fast sicher Duo Bernhard/Röthke ragt bei Attings Sieg heraus

Der IHC Atting feiert den deutlichen Sieg im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten HC Merdingen vor dem eigenen Publikum. Foto: IHC Atting

Dass Tim Bernhard und René Röthke im Trikot des IHC Atting hervorragend harmonieren, war bekannt. Dass beide aber nach sechs Jahren ohne gemeinsamen Auftritt den Tabellenzweiten HC Merdingen beinahe im Alleingang erledigen würden, war so nicht zu erwarten gewesen. Beim 22:5 (9:2, 8:1, 5:2), dem höchsten Attinger Saisonsieg, kamen beide zusammen auf 21 Scorer-Punkte.

Beide hatten den Wölfen eigentlich nur ausgeholfen, als Mitte der Woche arge Personalnot herrschte. Am Ende wünschte sich so mancher der 150 Zuschauer, dass beide in Zukunft wieder regelmäßig für die Wölfe spielen. "Zumindest für diese Saison wird das aber wohl einmalig bleiben", relativierte Coach Jürgen Amann. Denn für Röthke beginnt bald wieder die Eishockeysaison. "Tim kann aber vielleicht noch beim letzten Auswärtsspiel in Deggendorf und in den Playoffs spielen."

Ein Zähler fehlt noch zur sicheren Playoff-Qualifikation

Zwar ist die Endrunde rechnerisch noch nicht gänzlich sicher, mit mittlerweile 30 von 33 möglichen Punkten (alle sieben Heimspiele wurden gewonnen), haben die Attinger die allerbesten Chancen. Derzeit führen sie neun Punkte vor Krefeld II, zehn vor dem weiterhin starken Aufsteiger Deggendorf (der nicht mehr vorbeiziehen kann) und zwölf vor Merdingen. Schon ein Zähler beim Doppelwochenende in Kaarst (23.7./19.00 Uhr) und Krefeld (24.7./15.00 Uhr) reicht.

Zurück aber zum Spitzenspiel des Wochenendes: Bei Atting fehlten mit Thomas Bauer, Elias Decker, Maximilian Kettl und Matthias Bauer vier Stammkräfte, Moritz Eisenschink und Florian Meichel hatten sich erst am Spieltag fit gemeldet. "Alles hätte auch anders laufen können", war Coach Amann froh über den Ausgang. "Das war eine krasse Woche, ein krasses Spiel und ein krasses Ergebnis!"

Nach einer Minute Spielzeit steht es schon 2:0

Schon nach nicht einmal einer Minute stand es 2:0 für die Wölfe, nach 14 Minuten 5:1. Der pfeilschnelle Bernhard, bei dem viele seiner gefürchteten Schlagschüsse passgenau saßen (sieben Treffer) und der mit gewohnt viel Übersicht agierende Röthke ragten heraus. Besonders sehenswert: Bernhards Direktschuss zum 8:2 (18.), der nur sichtbar war, weil im Tor ein Fangnetz angebracht ist.

Merdingen, das ebenfalls leicht ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen war, aber vier seiner fünf besten Scorer aufbieten konnte, war zu keinem Zeitpunkt nennenswert gefährlich. Atting konnte sich auch im zweiten Durchgang zu Toren kombinieren - unter anderem beim 12:3 durch Röthkes fünften Treffer (er entfernte sich mit einer Körpertäuschung schnell vom Gegner) oder bei Kapitän Fabian Hillmeiers 14:3, der noch den Goalie mit einem schönen Trick verlud.

Juniorentorhüter Lehner bekommt Einsatz

"Das war eine tolle Leistung", lobte Amann nach 60 Minuten, von denen 20 noch Juniorentorhüter Valentin Lehner Spielzeit erhielt. "Wir haben schön zusammengespielt und nie aufgehört zu laufen." Ein Lob hatte er für den erst 16-jährigen Alexander Ernst parat. Der hatte auch gegen gestandene Zweitligacracks oftmals zuletzt den Ball am Schläger und stand bei Checks stabil auf den Skates. "Alex war heute echt stark."

Atting: Heitzer (ab 41. Lehner) - Meichel (2/4), Eisenschink (0/2), Ernst, Altmann (0/1), Dengler (1/0), Miazga, Prasch (1/0), Mar. Rothhhammer (0/1), Schwarzmüller (1/2), Steger, Wittenzellner (2/0), Hillmeier (3/1), Bernhard (7/5), Röthke (5/4) - Schiedsrichter: Grau (Höchstadt), Härle (Bad Friedrichshall) - Strafminuten: Atting 8 / Merdingen 10 - Zuschauer: 150.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading