Plattling Zweckvereinbarung: Käserei Goldsteig baut neu

Auf der blauen Fläche wird die Notunterkunft für die Flüchtlinge gebaut, links unten das Grundstück, auf dem Goldsteig baut. Quelle: Unbekannt

Die Goldsteig Käsereien will zwischen der Nicolausstraße und dem Gewerbegebiet Michaelsbuch 1 eine Molkerei für rund 100 Beschäftigte bauen.
Auf Stephansposchinger Gemeindegebiet befinden sich die Grundstücke, die Stadt Plattling hat die Infrastruktur und es sind dort Ansiedlungen geplant. Genau mit dieser Thematik hatten sich der Stadt- und der Gemeinderat am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung zu befassen. Das Ergebnis ist der Abschluss einer Zweckvereinbarung – eigentlich ein Novum in der Kommunalpolitik. Dem Plattlinger Geschäftsleiter Josef Hofmeister ist eine derartige Vereinbarung in anderen Kommunen bislang nicht bekannt.

Da die Sitzung am Mittwochabend nichtöffentlich und der Saal im Plattlinger Rathaus rappelvoll gewesen war, lud die Stephansposchinger Bürgermeisterin Jutta Staudinger zusammen mit ihrem Kollegen Erich Schmid aus der Isarstadt sowie den Geschäftsleitern Willi Fischl und Josef Hofmeister zu einem Pressegespräch ein. Nachdem nun der Zweckvereinbarung der beiden Kommunen zugestimmt worden war, soll in den Januarsitzungen 2016 das Ja für ein interkommunales Gewerbegebiet folgen. Die Flächen befinden sich zwischen der Nicolausstraße und dem Gewerbegebiet Michaelsbuch 1.

Bürgermeister Erich Schmid ließ auch gleich die Katze aus dem Sack und teilte mit, dass es für die Hälfte der Grundstücke bereits einen Ansiedler gebe. Die Goldsteig Käsereien beabsichtigen, dort eine Molkerei für rund 100 Beschäftigte zu bauen. Das Hauptwerk befindet sich in Cham, weitere Niederlassungen in Plattling und Tittling. Es wurde schon des Öfteren gemunkelt, den Sitz in der Plattlinger Innenstadt aufzugeben – umso erfreulicher die geplante Neuansiedlung im Industriegebiet.

Eine weitere Zweckvereinbarung betrifft die geplante Notunterkunft für 350 Flüchtlinge, die neben dem Kraftwerk, ebenfalls auf Stephansposchinger Gebiet, Bauunternehmer Karl schafft. Hier verlaufen die Wasserversorgung und der Abwasserkanal über die Gottlieb-Daimler-Straße. Auch hierfür gab es die Zustimmung von Stadt- und Gemeinderat.

 

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