Plattling UPM legt Papiermaschine still

Rund ein Viertel der UPM-Mitarbeiter soll ausscheiden: Das ist seit April bekannt, nun erfahren die Mitarbeiter wie das möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten gehen soll. Foto: Oliver Grimm

Weihnachten und Neujahr - das sind klassischerweise die Zeiten, an denen in der Plattlinger Papierfabrik alle Anlagen stillstehen. Am Dienstag macht UPM eine Ausnahme, und der Grund dafür ist ein gewaltiger: Am Nachmittag wird der zwischen UPM und den Arbeitnehmervertretern ausgehandelte Sozialplan vorgestellt.

Bis zum 23. August wird sich dann herausstellen, ob das Unternehmen den geplanten Stellenabbau von 155 Arbeitsplätzen ohne betriebsbedingte Kündigungen bewerkstelligen kann. Aber auch der Montag war ein geschichtsträchtiger Tag: Um 4 Uhr wurde die Papiermaschine 10 (kurz PM10) genannt, stillgelegt. 37 Jahre nachdem die Münchner-Dachauer-Papierwerke ihren Standort in Plattling eröffnet haben, läuft die "Gründungsmaschine" nicht mehr. UPM nimmt damit eine Jahreskapazität von 150.000 Tonnen Papier vom Markt. Betriebsratsvorsitzender Helmut Faber sagte dazu dem Bayerischen Rundfunk: "Ich komme mir vor wie auf einer Beerdigung." Und auch Werkleiter Mika Kämpe hofft, dass ihm so etwas in seiner Karriere nicht wieder passieren wird. Aber leider sei es so, dass derzeit der Papierbedarf von Jahr zu Jahr um fünf Prozent sinke. Auswirkungen auf die Holzlieferanten im Bayerischen Wald hat die Schließung der PM10 aber nicht. Laut Kämpe werde man sich von Holzlieferanten aus anderen Regionen verabschieden.

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