Plattling Skatepark als No-Go-Area? Das sagt die Polizei

Gibt es am Skatepark in Plattling immer wieder Zusammenstöße zwischen Jugendlichen und Asylbewerbern? Zumindest auf Facebook kursiert dieses Gerücht. Foto: Konrad Kellermann

Vor zwei Jahren wurde der Skatepark in Plattling als neuer Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene eröffnet. Jetzt kursieren Gerüchte, dass das Skating-Gelände regelmäßig zur No-Go-Area wird. Was aber ist dran an den Gerüchten über gewaltsame Auseinandersetzungen? Wir haben bei der Polizei nachgefragt.

Mehrere Plattlinger haben sich dieser Tage auf Facebook und auch im Kontaktformular von idowa.de zu Wort gemeldet. Was sie umtreibt: angeblich kommt es am Skatepark in Plattling des Öfteren zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und Asylbewerbern.

Tatsächlich hatte die Polizei am Wochenende von einem Zwischenfall mit einem Mann aus dem Senegal berichtet. Der Asylbewerber war mit einer Bierflasche auf Jugendliche losgegangen und hatte ihnen gedroht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Zumindest nach zahlreichen Beiträgen in Social Media zu urteilen, häufen sich Zwischenfälle dieser Art. Die Polizei soll laut einigen Posts die Empfehlung an Plattlinger Jugendlichen gegeben haben, sich nicht mehr am Skatepark zu treffen – aus Sicherheitsgründen. „Viele Eltern sind sehr empört darüber“, heißt es in den Facebook-Beiträgen, „für wen wurde der Skatepark denn gebaut?“

Die Empörung allerdings kann die zuständige Polizeiinspektion Plattling nach eigenen Angaben nur schwer nachvollziehen. „Nach unseren Erfahrungen ist der Skaterpark kein Brennpunkt“, sagt Polizeihauptkommissar Philipp Frühauf auf Nachfrage von idowa. Der Park sei ein beliebter Treffpunkt für Einheimische wie auch gelegentlich für Asylbewerber.

„An solchen Treffpunkten gibt es immer wieder Einsätze – wegen Ruhestörung oder auch Sachbeschädigungen, wenn Dinge beschmiert oder kaputt gemacht werden. Selten kommt es auch mal zu hitzigeren Auseinandersetzungen“, erklärt Frühauf. Ihm sei allerdings kein Fall bekannt, bei dem jemand verletzt worden wäre.

Die angebliche Empfehlung der Polizei habe es so nie gegeben – möglicherweise handele es sich dabei um ein Missverständnis. Es könne schon sein, dass Beamte vor Ort einer Gruppe Jugendlicher nahegelegt habe, woanders hin zu gehen - „Nach dem Motto: ‚Der Klügere gibt nach‘. Gemeint war allerdings für den Moment, bestimmt war das nicht als allgemeine Empfehlung an eine bestimmte Gruppe ausgesprochen“, sagt der Polizeihauptkommissar.

Dass das Einsatzaufkommen – egal aus welchen Gründen – in den vergangenen Monaten gestiegen wäre, würden die Zahlen nicht bestätigen, erklärt Frühauf. 

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading