Pilotprojekt an Grundschule Deggendorf will Präsenzunterricht im Freien testen

So könnte das "Klassenzimmer im Freien" aussehen. Foto: Fotomontage/Stadt Deggendorf

Aufgrund der hohen Inzidenzwerte befinden sich nach wie vor viele Schülerinnen und Schüler in Bayern im Distanzunterricht. Die Stadt Deggendorf will nun in den Sommermonaten mit einem Pilotprojekt eine mögliche Alternative testen: Präsenzunterricht im Freien. 

Das teilte Deggendorfs Oberbürgermeister Dr. Christian Moser am Freitag mit. Eine mögliche Schule für das Pilotprojekt ist auch schon gefunden: Die Grundschule Rettenbach. Die Stadt möchte hier auf dem angrenzenden Allwetterplatz für jede Klasse ein Festzelt mit etwa 300 Quadratmeter Fläche aufstellen. In jedem Zelt soll dann eine Klasse mit 25 Schülern Platz finden. Ausreichende Abstände könnten laut Moser problemlos eingehalten werden. Und zur optimalen Durchlüftung sollen die Seitenwände des Zelts während des Schulbetriebs offen bleiben. Durch ein Lautsprechersystem wären die Lehrer auch für weiter entfernt sitzende Schüler gut verständlich. Spätestens nach den Pfingstferien wäre die Stadt startbereit. 

Den Vorschlag für das Pilotprojekt hat Moser bereits an das Kultusministerium geschickt und hofft nun auf eine positive Rückmeldung. Falls der Kultusminister Einwände hätte, hätte der Deggendorfer OB auch bereits Alternativen parat: Entweder das Modell mit nur einer Klasse starten und später als Blaupause für die anderen Klassen nehmen oder die Hälfte der Klassen in Zelten und die andere im Schulhaus unterbringen. Die Klassen im Schulhaus hätten dann auch doppelten Platz für eine gemeinsame Beschulung im Klassenverband. Zudem könnte das geplante Projekt auch Zeltverleihern und der Veranstaltungsbranche, die derzeit unter extremen Umsatzeinbußen leiden, zumindest ein wenig helfen. Moser hofft deswegen auf gründes Licht aus dem Ministerium. 

 

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