PI Moosburg 74-Jährige wurde Opfer von Love-Scamming

Eine 74-Jährige wurde Opfer eines Liebesbetrügers und überwies bereits 8.000 Euro an den Unbekannten aus dem Internet. Foto: picture alliance/Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Eine 74-jährige Frau aus dem Landkreis Freising scheint Opfer eines Liebesbetrügers geworden zu sein. 

Am Wochenende wurde die Polizei Moosburg darüber informiert, dass eine 74-Jährige aus dem Landkreis Freising offensichtlich seit etwa drei Monaten eine Online-Beziehung mit einer männlichen Person führt, die nach eigenen Angaben ein „hochrangiger“ Soldat in Kabul sei. Die kommunizierten über den Facebook-Messenger. Der Mann gab der 74-Jährigen gegenüber an, ein Paket versandt zu haben, welches aktuell in Spanien durch eine Behörde beschlagnahmt wurde. 

Um das Paket "auszulösen", müsse sie insgesamt 10.000 Euro an ein ausländisches Konto überweisen. Das Geld würde sie später von ihm wieder zurückbekommen. Die Dame hat nach aktuellen Ermittlungsstand vor kurzem bereits 8.000 Euro auf das benannte Konto überwiesen. Trotz umfassender Beratung durch die Polizeibeamten glaubt sie nach wie vor an die große Liebe und verweigerte zunächst eine weitere Kontaktaufnahme mit der Polizei.

Was ist Love- oder Romance-Scamming?

Beim sogenannten Love- oder Romance-Scamming suchen die Betrüger Kontakte in Online-Partnerbörsen oder auch in sozialen Netzwerken. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dem virtuellen Partner geben die Täter zum Beispiel vor, bei einer Geschäftsreise nach Westafrika in Geldnot geraten zu sein. Oder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und manche tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon emotional abhängig.

Sonderfälle: Betrug mit falscher Identität

Die Täter geben sich, ähnlich wie im oben beschriebenen Fall, beispielsweise als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus, die aufgrund dessen derzeit nicht an ihr privates Geld gelangen. Dann bitten sie um finanzielle Unterstützung etwa über Western Union oder MoneyGram und versprechen, das Geld später zurückzuzahlen. Um eine Beziehung aufzubauen werden mitunter auch Telefonate über Handy oder Skype ohne Bild in englischer Sprache geführt, so dass eine noch persönlichere Bindung entstehen kann. Bei den Handys handelt es sich dann oftmals um Prepaid-Verträge, bei denen die Inhaber nicht nachvollziehbar sind.

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