Photovoltaikanlagen Regierung widerspricht Kritik an schleppendem Solarausbau

Ein Solarpark unter wolkigem Himmel. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Von den rund 11.000 Dächern staatlicher Gebäude in Bayern sind nach Angaben der Staatsregierung nur etwas mehr als zehn Prozent für Photovoltaikanlagen geeignet. Nach Angaben von Bauminister Christian Bernreiter (CSU) kämen nur rund 1300 Dächer dafür infrage, sagte er am Mittwoch in München. "Davon sind bereits 400 mit Photovoltaikanlagen belegt, weitere 100 Anlagen befinden sich derzeit in Planung oder Bau." Das entspreche einem Anteil von 40 Prozent.

Bernreiter widersprach damit anderslautenden Berichten und Aussagen, wonach sich nur auf 3,7 Prozent der staatlichen Dächer im Land Anlagen befänden. Zu diesem Ergebnis kommt man, wenn vorausgesetzt wird, dass alle rund 11.000 Dächer für entsprechende Solaranlagen geeignet wären. Am Dienstag hatte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann der Staatsregierung diese Rechnung als Beleg für mangelnden Einsatz bei der Energiewende vorgeworfen.

"Wir stehen klar zu dem Ziel, auf so vielen staatlichen Dächern wie möglich Photovoltaikanlagen zu bauen. Auf jedem Toilettenhäuschen oder jedem Müllgebäude wird es aber nicht gehen. Darum ist die Zahl von 11 000 staatlichen Gebäuden, die hier immer wieder bemüht wird, irreführend", betonte Bernreiter.

Die Gründe, warum ein großer Teil der staatlichen Dächer nicht für Photovoltaik geeignet ist, seien vielfältig, hieß es weiter. Teilweise seien die Dachflächen der Nebengebäude zu klein, von der Lage her nicht geeignet, verschattet oder würden aus baufachlichen Gründen nicht in Frage kommen. Um die 800 noch freien, geeigneten Dächer mit staatseigenen Photovoltaikanlagen zu belegen, bestünde ein Investitionsbedarf von rund 110 Millionen Euro.

"Wir müssen genau prüfen, wo wir die verfügbaren Mittel mit dem größten Nutzen einsetzen", sagte Bernreiter. Im Entwurf für den Haushalt für 2022 sind bislang fünf Millionen Euro Sondermittel für den Bau von Photovoltaikanlagen auf staatlichen Dächern vorgesehen. Parallel laufe auch die Suche nach privaten Investoren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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