Pflege Weitere Exhumierung nach Verdachtsfall in Altenheim

Ein Schild weist auf ein Altenheim hin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen einen 24 Jahre alten ehemaligen Altenpfleger in der Oberpfalz ist eine zweite Leiche exhumiert worden. Die sterblichen Überreste der 95-Jährigen sollten obduziert werden, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg. Mit einem Ergebnis rechnet er nach den Osterfeiertagen. Weitere Todesfälle in dem Pflegeheim würden aktuell noch geprüft. Über die zweite Exhumierung hatten mehrere Medien berichtet.

Der verdächtige 24-Jährige war Anfang Februar festgenommen worden, nachdem er in einem Seniorenheim in Furth im Wald versucht haben soll, einen Bewohner mit einem Kissen zu ersticken. Das bemerkte und verhinderte den Ermittlungen nach eine Kollegin. Das Pflegeheim entließ den Mann. Die Behörden ermitteln in diesem Fall wegen des dringenden Verdachts auf versuchten Totschlag, wie der Sprecher sagte. Der Verdächtige ist wegen psychischer Auffälligkeiten in einem Bezirksklinikum untergebracht.

In der Folge wurde auf Anordnung eines Richters die Leiche einer 80-Jährigen exhumiert, die im Dezember 2022 gestorben war. Bei der Seniorin wurden im Nachhinein Knochenbrüche festgestellt, die auf einen Sturz und - anders als im Totenschein vermerkt - nicht auf eine natürliche Todesursache hinwiesen. Die Ermittlungen hierzu dauerten noch an. Es könne sich auch um einen Unfall handeln. Bezüglich der beiden exhumierten Leichname gebe es gegen den 24-Jährigen weder einen hinreichenden noch einen dringenden Tatverdacht, sagte der Sprecher.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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