Es ist schön in Altdorf, aber es ist nicht daheim. Noch nicht. Vielleicht nie. Vor neun oder zehn Wochen ist Andrea Meiers (Name geändert) Mutter umgezogen, zwangsweise, mit drei ihrer Freundinnen. Mit ihrer Bettnachbarin ist sie auch jetzt wieder im Zimmer. Statt Altenheim im Schloss Furth ein Heim in Altdorf. Welches, das will Meier nicht in der Zeitung lesen. Weil alle in der Einrichtung bemüht sind, sich kümmern, weil auch die Einrichtung selbst schön ist, freundlich, sauber, sagt Meier. "Aber es is für die Mama einfach nimmer dahoam." Ihre Stimme bricht, sogar durch die Telefonleitung kann man hören, wie ihr die Tränen in die Augen steigen.