Pfingstritt Festwirt Matthias Strauß: "Ein unbeschreibliches Heimatfest"

Matthias Strauß am Ausschank. Foto: R. Richter, Archiv

Der Further "Dimpfl-Bräu" Matthias Strauß über sein 4. Jahr als Festwirt in Bad Kötzting, das Festbier "'s Kötztinger" und die Neuerungen im Festzelt.

Herr Strauß, Vorfreude oder gespannte Erwartung: Was überwiegt bei Ihnen wenige Tage vor dem Festbeginn?

Wir freuen uns natürlich alle narrisch auf das Fest, die Spannung ist aber jetzt in diesen Tag kurz vor dem Start auch sehr groß. Wir bewirten zwar im vierten Jahr das Fest, für einen kleinen Betrieb wie uns ist das eine Riesen-Herausforderung, der wir uns dennoch gerne stellen. Wenn kein so guter Teamgeist im Betrieb und in der ganzen Festmannschaft herrschen würde, könnten wir dies alles so nicht leisten. Ich nenne hier allen voran meinen Mitarbeiter Markus Winter, der 70 Prozent des Festes organisiert. Es ist einfach eine Ehre, so ein großes regionales Fest bewirten zu dürfen. Da strengen wir uns natürlich besonders an.

Wie fällt Ihre Bilanz der ersten drei Jahre als Festwirt aus?

Sehr positiv. Wir haben unser Bestes gegeben und hoffen natürlich, dass wir den Ansprüchen der Besucher gerecht werden konnten. Das Pfingstfest ist ein unbeschreibliches Heimatfest, wie wir es uns nie hätten vorstellen können. Ein Heimatfest mit großer Tradition, und wir freuen uns einfach, dass wir einen Teil dazu beitragen durften.

Das 's Kötztinger Pfingstfestbier ist ja mittlerweile ein Begriff. Wie beschreibt der Braumeister selbst sein Festbier?

Es gibt 's Kötztinger ja in Flaschen, 's Kötztinger Pfingstfestbier wird nur auf dem Fest ausgeschenkt. Ich mag den modernen Begriff Craftbier ja überhaupt nicht. Craft heißt im Englischen Handwerk und unser Pfingstfestbier ist im besten Sinne auch ein Craftbier. Es wird handwerklich hergestellt, mit großer Motivation, mit viel Liebe und mit besten Rohstoffen. Wir geben dem Bier Zeit, sich zu entwickeln. Das Festbier ist vollmundig, naturbelassen, nicht zu süßlich, aber auch nicht zu herb.

Was macht eigentlich eine handwerkliche Brauerei aus?

Das fängt im Sudhaus an, wo bei uns kein Vollautomat läuft, sondern die meisten Arbeiten mit der Hand verrichtet werden. Im Gärkeller haben wir eine offene Gärführung, jeden zweiten Tag wird das Gärbecken abgehoben, das heißt, die so genannten Kräusen, das sind Gerbstoff-Eiweißverbindungen, werden mit einem Handsieb abgehoben. Wir ernten auch noch die Hefe mit der Hand. Und es gibt keine Automaten, die den Gärprozess regulieren. Ich schaue jeden Tag nach, kontrolliere die Temperatur, nichts ist automatisiert. Unser Festbier ist daher auch alle Jahre minimal anders.

Welche Neuerungen gibt es heuer auf dem Pfingstfest?

Wir haben mit der Familie Schreindorfer in der Festküche einen neuen Partner, Ludwig Weber aus Eschlkam ist heuer erstmals mit seiner mobilen Alm dabei. Im Zelt selbst hat sich nicht viel geändert, eine weitere Seitenplane ist transparent. Das Programm ist nahezu gleichgeblieben, am zweiten Samstag spielt mit den Rockaholixs Buam eine neue Kapelle.

Der Druck im Vorfeld eines so großen Festes ist ja enorm, es gibt tausend Sachen zu klären. Wann fällt bei Ihnen die Anspannung ab?

Ich denke, das passiert erst nach dem Festeinzug am Samstag. Wenn wir ins Zelt eingezogen sind und alles läuft gut, dann schaut die Welt gleich wieder anders aus.

Ihr persönlicher Wunsch für Pfingsten 2018?

Dass wir alle miteinander ein grüabiges, friedliches und vor allem unfallfreies Heimatfest feiern.

 
 
 

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